Tetris AG · CHE-218.842.608 · HR CH-020.3.055.469-8 · Küsnacht ZH

Zwischenabschluss per 30. Juni 2026

Campus Elgg, 1. Etappe Gebäude A/B/C. Aufbereitung sämtlicher Unterlagen für Fritz Beck — mit Bilanz, Erfolgsrechnung, Buchungsjournal und Buchungsanweisungen nach Schweizer Obligationenrecht, bereit zur Erfassung in Bexio. Dazu das Zielbild für Bank und Investoren: Eigenkapital nach der Kapitalerhöhung, Mehrwertsteuer-Option und Gesamtinvestition der 1. Etappe.

Geschäftsjahr 27.03.2025 – 31.12.2026 Zwischenabschluss, kein Jahresabschluss OR Art. 957 ff. Opting-out nach OR 727a Abs. 2 Version 4.0 · Stand 04.09.2026

Kennzahlen — Ausgangslage 30. Juni 2026 und Zielbild

Die grossen Zahlen zeigen das Zielbild nach der vom Verwaltungsrat am 4. September 2026 beschlossenen Kapitalerhöhung (beide Gruppenforderungen werden Eigenkapital). Darunter steht jeweils der Ist-Wert des Zwischenabschlusses — bis zum Handelsregistereintrag ist das Zielbild eine Pro-forma-Bilanz.

Eigenkapital · Zielbild
5'468'454CHF
Quote 52.9 % — heute 99'714 (1.0 %)
Puffer bis Kapitalverlust · Zielbild
4'718'454CHF
OR 725a — heute nur 49'714
Verdecktes Eigenkapital · Zielbild
0CHF
Kreisschreiben Nr. 6 — heute 2'983'133
Bilanzsumme
10'328'219CHF
Zielbild 10'330'959 — Bareinlage minus Abgabe und Kosten
Aktivierte Anlagekosten
10'276'155CHF
CHF 903/m² Bauzone
Gesamtinvestition 1. Etappe
41.8Mio CHF
inkl. KV Methabau und Baunebenkosten 1,7 Mio (Annahme), exkl. MWST

01 · Ausgangslage

Kein Jahresabschluss 2025 — sondern ein Zwischenhalt im ersten, langen Geschäftsjahr.

Patrick Hüppi und Familiewirtschaftlich BerechtigteSkyline Properties GmbHCHE-168.143.021 · Küsnacht ZHAlleinaktionärin der Tetris AGEntwicklerin Campus ElggUrbanstreet Development AGnahestehende SchwestergesellschaftArchitektur und Gesamtplanunginkl. SubplanerTETRIS AGCHE-218.842.608 · Küsnacht ZHEigentümerin Campus Elgg, 1. EtappeBilanzsumme CHF 10'328'219Eigenkapital CHF 99'714 · Quote 1,0 %Zielbild nach Wandlung: 52,9 %100 % AktienDarlehen CHF 3'406'000Entwicklungsleistung → wird EigenkapitalDarlehen CHF 1'960'000Architektur, Bauprojekt,Ausschreibung → wird EigenkapitalKeller AG ZiegeleienKat. EL4893 · 4'958 m²Kaufpreis CHF 1'885'300noch nicht bezahltKeller Prefadom AGKat. EL4894 · 8'668 m²Kaufpreis CHF 2'977'205noch nicht bezahltKaufpreisschuld CHF 4'862'505METHABAU TU AGTotalunternehmerinKV 01.07.2026: CHF 30'400'954+ Baunebenkosten/QP 1'078'737 (Annahme)Werkvertrag geplantFinanzierungspartnerHBS · ZKB/AKB · Avera · RaiffeisenLand- und BaukreditMezzanine als ErgänzungKreditdossier in VorbereitungBezirksrat WinterthurFeststellungsbeschluss nach Art. 17 BewGVerfalltag 23.12.2026Ohne diesen Beschluss fallen beide Kaufverträgeentschädigungslos dahin.
Die Struktur in einem Bild. Die Tetris AG hält das Land und das Projekt, hat aber weder Ertrag noch nennenswertes Eigenkapital. Alles, was sie besitzt, ist über Verbindlichkeiten finanziert — gegenüber den beiden Verkäuferinnen und gegenüber zwei nahestehenden Gesellschaften. Der gelbe Kasten in der Mitte ist die Bedingung, an der alles hängt.

Das erste Geschäftsjahr der Tetris AG läuft vom 27. März 2025 bis zum 31. Dezember 2026. Für 2025 wird bewusst kein Abschluss erstellt und eingereicht. Der vorliegende Abschluss per 30. Juni 2026 ist ein Zwischenabschluss innerhalb dieses Geschäftsjahres. Er dient der Bankfinanzierung, der Führung und der Dokumentation gegenüber Dritten.

Die Erfolgsrechnung zeigt deshalb die kumulierte Periode von 15 Monaten — die im Entwurf 2025 bereits erfassten Buchungen sind unverändert übernommen und um die neuen Abschlussbuchungen per 30. Juni 2026 ergänzt.

Bilanzstichtag bleibt der 31. Dezember 2026. Der Jahresabschluss auf dieses Datum ist von der Generalversammlung zu genehmigen und ersetzt diesen Zwischenabschluss nicht — er baut auf ihm auf.

Vier Entscheide vom 12. August und drei vom 4. September 2026 bilden die Grundlage dieses Pakets. Sie sind bewusst getroffen und im Anhang dokumentiert (Ziffern 10, 14, 15, 16).
Entscheid 1 · Landkauf

Bilanzieren mit Verbindlichkeit

Der beurkundete Kaufpreis von CHF 4'862'505 wird aktiviert, mit Gegenposten als Verbindlichkeit gegenüber den beiden Verkäuferinnen. Begründung: beidseitig verbindlicher, öffentlich beurkundeter Vertrag; Erschliessungs- und Quartierplankosten gehen ab Beurkundung zulasten der Tetris AG.

Entscheid 2 · Entwicklungsgewinn

CHF 3'406'000 Skyline Properties

Anteil Prefadom CHF 1'250'000 plus Anteil Keller CHF 2'156'000 gemäss Entwicklungsvertrag. Kein Geldfluss — per Stichtag Darlehen der Aktionärin, im Zielbild Eigenkapital (Entscheid 5).

Entscheid 3 · Architekturleistungen

CHF 1'960'000 Urbanstreet Development

Vorprojekt, Bauprojekt und Ausschreibungsprojekt inklusive Subplaner, Anteil 1. Etappe bis Q2 2026. Per Stichtag Darlehen, im Zielbild ebenfalls Eigenkapital (Entscheid 5).

Entscheid 4 · Mehrwertsteuer per Stichtag

Per 30.06.2026 nicht registriert

Per Stichtag lag keine Rechnung mit MWST vor; das Zahlenwerk enthält keine Vorsteuer. Am 4. September 2026 wurde die Option beschlossen (Entscheid 6) — sie wirkt auf die Rechnungen ab Registrierung.

Entscheid 5 · 04.09.2026 · Zielbild Eigenkapital

Beide Forderungen werden Eigenkapital

Kapitalerhöhung mit Verrechnungsliberierung über CHF 5'366'000 plus Bareinlage CHF 60'000. Eigenkapital danach CHF 5'468'454, Quote 52.9 %, keine Darlehen Nahestehender mehr. Abschnitt 11.

Entscheid 6 · 04.09.2026 · Mehrwertsteuer

Gewerbliche Liegenschaft — optiert

Verzicht auf die Befreiung von der Steuerpflicht (Art. 11 MWSTG, Wirkung 01.01.2026) und Option der Vermietung (Art. 22). Vorsteuer auf dem Bau wird abziehbar: rund CHF 2.90 Mio. Abschnitt 10.

Entscheid 7 · 04.09.2026 · Baunebenkosten

BKP 5 vorläufig CHF 1'700'000

Der Kostenvoranschlag führt BKP 5 mit CHF 621'263; die Quartierplan-Erschliessung fehlt darin. Ergänzung CHF 1'078'737 als Bauherrenposition — Details folgen (P-19). Gesamtinvestition neu CHF 41.8 Mio.

02 · Die zentrale Buchungsfrage

Fritz Beck hat recht — und die Geschäftsleitung auch. Beides geht zugleich.

Der Einwand: «Leistungen werden nicht als Aufwand gebucht, sondern aktiviert.» Die Vorgabe der Geschäftsleitung: Entwicklungsgewinn, Honorare und die aufgelaufenen Projektkosten von rund 3 Mio sollen im Abschluss als Aufwand sichtbar sein. Die Lösung: das Gesamtkostenverfahren nach OR Art. 959b Abs. 2.

Schritt 1 · Erfassen

Jede Leistung wird zuerst auf ihrem Aufwandkonto gebucht — Entwicklungsleistungen auf 4000.10, Architekturleistungen auf 4400.10, Fachplanung auf 4400.30. Gegenkonto ist das jeweilige Darlehen. Die Erfolgsrechnung zeigt damit sämtliche Projektkosten in voller Höhe.

Schritt 2 · Aktivieren

Am Stichtag wird der aktivierungsfähige Teil über das Konto 3700 «Aktivierte Eigen- und Fremdleistungen» in die Anlagen im Bau umgebucht (Buchungen 15 bis 17). Die Bilanz zeigt das Aktivum, das Periodenergebnis wird durch die Aktivierung nicht verfälscht.

SCHRITT 1 · ERFASSENSCHRITT 2 · AKTIVIERENEntwicklungsleistungSkyline PropertiesKonto 4000.10CHF 3'406'000Architektur und PlanungUrbanstreet DevelopmentKonto 4400.10CHF 1'960'000FachplanungIngesa AGKonto 4400.30CHF 45'000Gegenkonto Darlehen2450.10 Skyline Properties2450.20 Urbanstreet Developmentkein Geld fliesstKonto 3700 · Aktivierte Eigen- und FremdleistungenSammelposten in der Erfolgsrechnung — Gegenposten zur Aktivierung: CHF 5'411'000Bilanz · 1610.00 und 1610.29 Anlagen im BauErfolgsrechnung · Ergebnis CHF (286.35)Aufwand und Aktivierung heben sich auf
Die Brücke zwischen beiden Positionen. Oben die drei Leistungen, wie sie als Aufwand erfasst werden; in der Mitte das Konto 3700, das sie im gleichen Umfang wieder aktiviert. Links entsteht das Aktivum, rechts bleibt die Erfolgsrechnung unverfälscht.
Ergebnis: Die Erfolgsrechnung weist Projektkosten von CHF 5'411'000 aus — genau wie verlangt. Weil diese Kosten werthaltige Anlagen schaffen, werden sie im gleichen Umfang wieder aktiviert. Der Verlust der Berichtsperiode besteht deshalb ausschliesslich aus den nicht aktivierbaren Gründungs- und Bankkosten von CHF 286.35. Das ist genau die von Fritz Beck geforderte Aktivierung — nur mit voller Sichtbarkeit in der Erfolgsrechnung.

Einfachere Alternative: Direktaktivierung ohne Umweg über die Erfolgsrechnung, also etwa 1610.00 an 2450.10. Bilanz und Eigenkapital sind identisch, die Erfolgsrechnung zeigt dann jedoch keine Projektkosten mehr. Empfehlung: beim Gesamtkostenverfahren bleiben.

03 · Bilanz per 30. Juni 2026 — und Zielbild nach der Kapitalerhöhung

Zehn Millionen Bilanzsumme — heute mit einem Prozent Eigenkapital, im Zielbild mit mehr als der Hälfte.

Die linke Zahlenspalte ist der Zwischenabschluss, vollständig aus dem Buchungsjournal abgeleitet. Die rechte Spalte ist die Pro-forma-Bilanz nach der Kapitalerhöhung gemäss Zielbild des Verwaltungsrates (Szenario B, Abschnitt 11): beide Gruppenforderungen werden Eigenkapital, dazu eine Bareinlage von CHF 60'000, abzüglich CHF 57'260 Emissionsabgabe und Kosten. Sie wird zur Bilanz, sobald der Handelsregistereintrag vorliegt. Alle Beträge in CHF, Rechnungslegung nach OR Art. 957 ff.

KontoPositionErläuterungIst 30.06.2026Zielbild pro forma
Aktiven · Umlaufvermögen
1020Flüssige Mittel Bank AveraCH49 0685 0610 8039 2783 7 — Saldo mit Kontoauszug 30.06.2026 abstimmen52'063.9054'803.90
1140Forderung gegenüber AktionärinLiberierung Aktienkapital, per Stichtag saldiert0.000.00
Total Umlaufvermögen52'063.9054'803.90
Aktiven · Anlagevermögen
1600.10Grundstück Kat. EL4893 Stämpfelfeld4'958 m², GB-Blatt 2598, Keller AG Ziegeleien1'885'300.001'885'300.00
1600.20Grundstück Kat. EL4894 Gewerbezone6'417 m², GB-Blatt 2599, Keller Prefadom AG2'965'950.002'965'950.00
1600.30Grundstück Kat. EL4894 Landwirtschaftszone2'251 m², Abparzellierung durch Mutation noch zu vollziehen11'255.0011'255.00
1600.90Anschaffungsnebenkosten GrundstückeBeurkundungsgebühren Notariat Elgg, Anteil Tetris AG 50 %2'649.752'649.75
1610.00Anlagen im Bau — BKP 0 EntwicklungEntwicklungsleistung Skyline Properties GmbH3'406'000.003'406'000.00
1610.29Anlagen im Bau — BKP 296 PlanungUrbanstreet Development AG inkl. Subplaner sowie Ingesa AG2'005'000.002'005'000.00
Total Anlagevermögen10'276'154.7510'276'154.75
Total Aktiven10'328'218.6510'330'958.65
Passiven · Kurzfristiges Fremdkapital
2000.10Verbindlichkeit Landkauf Keller AG Ziegeleienfällig bei Eigentumsübertragung; davon CHF 200'000 an Gemeindesteueramt Elgg1'885'300.001'885'300.00
2000.20Verbindlichkeit Landkauf Keller Prefadom AGfällig bei Eigentumsübertragung; davon CHF 350'000 an Gemeindesteueramt Elgg2'977'205.002'977'205.00
Total kurzfristiges Fremdkapital4'862'505.004'862'505.00
Passiven · Langfristiges Fremdkapital
2450.10Darlehen Skyline Properties GmbHAktionärin — Rangrücktritt bis zur Wandlung; im Zielbild gewandelt3'406'000.000.00
2450.20Darlehen Urbanstreet Development AGnahestehend — Rangrücktritt bis zur Wandlung; im Zielbild gewandelt (Weg B1 via Zession)1'960'000.000.00
Total langfristiges Fremdkapital5'366'000.000.00
Total Fremdkapital10'228'505.004'862'505.00
Passiven · Eigenkapital
2800Aktienkapitalheute 100'000 Namenaktien à CHF 1.00; Zielbild nach Nennwerterhöhung um CHF 900'000100'000.001'000'000.00
2900Gesetzliche Kapitalreserve (Kapitaleinlagereserve)Agio der Kapitalerhöhung abzüglich verrechneter Emissionsabgabe und Kosten; Formular 170 ESTV0.004'468'740.00
2979Ergebnis 27.03.2025 – 30.06.2026Verlust der Berichtsperiode — die Wandlung ist erfolgsneutral(286.35)(286.35)
Total Eigenkapital99'713.655'468'453.65
Total Passiven10'328'218.6510'330'958.65

Kapitalstruktur — heute und im Zielbild

Ist 30.06.2026
Landkauf 47.1 % Darlehen Nahestehende 52.0 % Eigenkapital 1.0 %
Zielbild nach Kapitalerhöhung
Landkauf 47.1 % Eigenkapital 52.9 %

Heute stammt die gesamte Finanzierung aus Verbindlichkeiten; ein grüner Streifen von einem Prozent ist keine Verhandlungsposition gegenüber einer Bank. Im Zielbild trägt das Eigenkapital mehr als die Hälfte der Bilanz, und die einzige Schuld ist der Kaufpreis, den die Landhypothek ablöst. Genau dieses Bild gehört ins Kreditdossier — mit dem Hinweis, dass der Handelsregistereintrag vor der Kreditzusage erfolgt.

Warnung · OR 725a — gilt bis zur Kapitalerhöhung

Der Puffer beträgt heute CHF 49'714, im Zielbild CHF 4'718'454

Ein Kapitalverlust liegt vor, sobald das Eigenkapital unter die Hälfte von Aktienkapital und nicht rückzahlbarer gesetzlicher Kapitalreserve fällt — heute unter CHF 50'000. Tritt das ein, muss die Jahresrechnung trotz Opting-out durch einen zugelassenen Revisor eingeschränkt geprüft werden — fehlt der Revisionsbericht, ist der Genehmigungsbeschluss der Generalversammlung nichtig (OR 731 Abs. 3). Bis zum Handelsregistereintrag der Kapitalerhöhung verzehrt jeder nicht aktivierbare Aufwand — Treuhandhonorar, Beratung, Notariat — diesen Puffer. Danach liegt die Schwelle bei CHF 750'000 und der Puffer bei rund CHF 4,7 Mio.

Offenlegung zum Landerwerb — gehört zwingend in den Anhang. Die Kaufverträge vom 11. Juli 2025 sind öffentlich beurkundet und für beide Parteien verbindlich; sämtliche Erschliessungs- und Quartierplankosten gehen ab Beurkundung zulasten der Tetris AG. Der Verwaltungsrat bilanziert den Erwerb deshalb nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise. Formell gehen Besitz, Nutzen und Gefahr jedoch erst mit der Eigentumsübertragung über (Ziffer 3 beider Verträge), und beide Verträge fallen entschädigungslos dahin, wenn bis zum 23. Dezember 2026 kein rechtskräftiger Beschluss des Bezirksrates Winterthur nach Art. 17 BewG vorliegt. Dieser Sachverhalt ist wesentlich für Kreditgeber und im Anhang zu erläutern (OR 959c Abs. 1 Ziff. 2; Anhang Ziffer 6).

04 · Erfolgsrechnung 27. März 2025 – 30. Juni 2026

Fünf Millionen Kosten, sichtbar — und im gleichen Zug aktiviert.

KontoPositionErläuterungCHF
Betriebsertrag
3000Ertrag aus Vermietungkeine Erträge — Projektentwicklungsphase0.000.00
3700Aktivierte Eigen- und FremdleistungenBestandesänderung Anlagen im Bau, Gegenposten zur Aktivierung5'411'000.005'411'000.00
Total Betriebsertrag5'411'000.00
Betriebsaufwand
4000.10Entwicklungsleistungen Skyline Properties GmbHAnteil Prefadom 1'250'000 plus Anteil Keller 2'156'0003'406'000.003'406'000.00
4400.10Architektur- und Planerleistungen Urbanstreet Development AGVorprojekt, Bauprojekt, Ausschreibungsprojekt inkl. Subplaner1'960'000.001'960'000.00
4400.30Fachplanung Ingesa AGLiegenschaftsentwässerung 2022–2023, Vergleich per Saldo aller Ansprüche45'000.0045'000.00
6500Verwaltungsaufwand und Gründungskostennicht aktivierbar — Voraussetzungen von OR 959 Abs. 2 fehlen256.50256.50
Total Betriebsaufwand5'411'256.50
Betriebsergebnis(256.50)
Finanzerfolg
6900.10Bankspesen und Kontoführungsgebühren2025 erfasst; H1 2026 noch einzusetzen (Buchung 18)29.8529.85
6940Darlehenszinsen an NahestehendeDarlehen werden zinslos geführt0.000.00
Ergebnis der Berichtsperiode(286.35)

05 · Anhang zum Zwischenabschluss

Was OR 960f verlangt — und was das Cockpit bisher nur versprochen hat.

Ein Zwischenabschluss besteht nach OR 960f aus Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang. Der Anhang muss zusätzlich den Zweck des Abschlusses, die vorgenommenen Vereinfachungen und die wesentlichen Einflussfaktoren nennen. Die siebzehn Ziffern unten sind so formuliert, dass Fritz Beck sie nach Ersatz der ‹Platzhalter› unverändert übernehmen kann. Gelb markiert sind die Ziffern, in denen noch eine Angabe fehlt.

1Angaben zur GesellschaftOR 959c Abs. 2 Ziff. 1
Tetris AG, Aktiengesellschaft nach schweizerischem Recht, Sitz Küsnacht ZH, Gustav-Siber-Weg 4, 8700 Küsnacht ZH, UID CHE-218.842.608, Handelsregister-Nr. CH-020.3.055.469-8. Gegründet am 27. März 2025, im Handelsregister des Kantons Zürich eingetragen am 7. April 2025. Aktienkapital CHF 100'000.00, eingeteilt in 100'000 Namenaktien zu CHF 1.00, voll liberiert. Alleinaktionärin ist die Skyline Properties GmbH, Küsnacht ZH (UID CHE-168.143.021). Zweck der Gesellschaft ist die Planung, Finanzierung, Realisierung, der Betrieb, die Verwaltung und der Unterhalt eines Gewerbecampus in Elgg ZH.
2Zweck und Bezeichnung des ZwischenabschlussesOR 960f Abs. 2 Ziff. 1 und Abs. 3
Der vorliegende Abschluss ist ein Zwischenabschluss per 30. Juni 2026 innerhalb des ersten, verlängerten Geschäftsjahres vom 27. März 2025 bis 31. Dezember 2026. Er wurde vom Verwaltungsrat erstellt, um (a) den Kreditinstituten eine aktuelle Grundlage für die Land- und Baufinanzierung des Projekts Campus Elgg zu geben, (b) die Kapitalerhöhung mit Verrechnungsliberierung vorzubereiten und (c) dem Verwaltungsrat eine Führungsgrundlage nach OR 716a Abs. 1 Ziff. 3 zu verschaffen. Er ersetzt die Jahresrechnung per 31. Dezember 2026 nicht. Für das Jahr 2025 wurde keine Jahresrechnung erstellt; die Steuerperiode umfasst nach der Praxis des Kantons Zürich das gesamte erste Geschäftsjahr von 21 Monaten (Zürcher Steuerbuch Nr. 83.1: erste Steuerperiode unter 24 Monaten).
3RechnungslegungsgrundsätzeOR 959c Abs. 1 Ziff. 1
Der Zwischenabschluss wurde nach den Vorschriften des Schweizerischen Obligationenrechts über die kaufmännische Buchführung und Rechnungslegung (OR Art. 957 ff.) erstellt. Die Erfolgsrechnung ist als Produktionserfolgsrechnung (Gesamtkostenverfahren) nach OR 959b Abs. 2 gegliedert. Sie umfasst die kumulierte Periode vom 27. März 2025 bis 30. Juni 2026 (15 Monate). Mangels einer vorangehenden Jahresrechnung entfallen Vorjahreszahlen; die Überschriften und Zwischentotale nach OR 960f Abs. 2 sind diejenigen, die auch der Jahresrechnung per 31. Dezember 2026 zugrunde gelegt werden.
4Vereinfachungen und VerkürzungenOR 960f Abs. 2 Ziff. 2
Gegenüber einer Jahresrechnung wurden folgende Vereinfachungen vorgenommen: (a) Die Kontoführungsgebühren der Bank Avera für das erste Halbjahr 2026 sind noch nicht erfasst ‹Betrag gemäss Kontoauszug per 30. Juni 2026 einsetzen›. (b) Auf eine Abgrenzung der Kapitalsteuer wurde verzichtet; sie wird mit der Jahresrechnung per 31. Dezember 2026 erfasst. (c) Honorare für Buchführung und Beratung, die die Berichtsperiode betreffen, aber noch nicht fakturiert sind, wurden nicht abgegrenzt ‹Betrag einsetzen oder bestätigen, dass keine bestehen›. Im Übrigen wurden sämtliche Abschlussbuchungen vorgenommen, insbesondere die Aktivierung der Projektkosten.
5BewertungsgrundsätzeOR 959c Abs. 1 Ziff. 1, OR 960 ff.
Flüssige Mittel werden zum Nominalwert bilanziert. Grundstücke werden zu Anschaffungskosten einschliesslich direkt zurechenbarer Nebenkosten bilanziert; auf Land werden keine Abschreibungen vorgenommen. Anlagen im Bau werden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bilanziert; Abschreibungen beginnen mit der Inbetriebnahme. Die Aktivierung der Entwicklungs-, Planungs- und Architekturleistungen erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren: Die Leistungen werden als Aufwand erfasst und über die Position «Aktivierte Eigen- und Fremdleistungen» in gleicher Höhe aktiviert. Fremdkapitalzinsen der Bauphase können nach OR 960a Abs. 1 aktiviert werden; in der Berichtsperiode sind keine angefallen. Verbindlichkeiten werden zum Nominalwert bilanziert. Die Darlehen der nahestehenden Gesellschaften sind unverzinslich und ohne feste Laufzeit; sie werden als langfristig ausgewiesen.
6Erläuterungen zur Bilanz — Grundstücke Campus ElggOR 959c Abs. 1 Ziff. 2
Bilanziert sind die Grundstücke Kataster EL4893 (4'958 m², Keller AG Ziegeleien, Kaufpreis CHF 1'885'300.00) und Kataster EL4894 (Gewerbezone 6'417 m² und Landwirtschaftszone 2'251 m², Keller Prefadom AG, Kaufpreis CHF 2'977'205.00) zuzüglich Beurkundungskosten von CHF 2'649.75, total CHF 4'865'154.75. Die Kaufverträge wurden am 11. Juli 2025 öffentlich beurkundet (Notariat Elgg). Die Eigentumsübertragung und die Kaufpreiszahlung sind per Stichtag noch nicht erfolgt. Der Verwaltungsrat bilanziert den Erwerb nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise, weil beide Verträge für beide Parteien verbindlich sind und sämtliche Erschliessungs- und Quartierplankosten seit der Beurkundung zulasten der Gesellschaft gehen. Besitz, Nutzen und Gefahr gehen formell erst mit der Eigentumsübertragung über. Die Verträge stehen unter der Bedingung eines rechtskräftigen Feststellungsbeschlusses des Bezirksrates Winterthur nach Art. 17 BewG (Lex Koller); liegt dieser bis zum 23. Dezember 2026 nicht vor, fallen beide Verträge entschädigungslos dahin. In diesem Fall wären Grundstücke und Kaufpreisschuld auszubuchen; die Beurkundungskosten und die aktivierten Projektkosten wären auf ihre Werthaltigkeit zu prüfen. Stand des Verfahrens: ‹einsetzen›.
7Erläuterungen zur Bilanz — Anlagen im BauOR 959c Abs. 1 Ziff. 2
Die Anlagen im Bau von CHF 5'411'000.00 umfassen die Entwicklungsleistung der Skyline Properties GmbH (CHF 3'406'000.00, Baukostenplan 0), die Architektur- und Planerleistungen der Urbanstreet Development AG einschliesslich Subplaner für Vorprojekt, Bauprojekt und Ausschreibungsprojekt der 1. Etappe (CHF 1'960'000.00, Baukostenplan 296) sowie die Fachplanung Liegenschaftsentwässerung der Ingesa AG (CHF 45'000.00, Baukostenplan 296). Die Leistungen der beiden nahestehenden Gesellschaften wurden per Stichtag verbucht und als Darlehen stehen gelassen; Grundlage sind ‹Entwicklungsvertrag vom … und Honorarrechnung vom …›. Der Verwaltungsrat hat die Werthaltigkeit der aktivierten Anlagekosten von insgesamt CHF 10'276'154.75 (CHF 903.40 pro m² Bauzone) beurteilt ‹Bezug auf die Bewertung vom … einsetzen› und keine Wertberichtigung für erforderlich gehalten.
8Erläuterungen zur Bilanz — VerbindlichkeitenOR 959c Abs. 1 Ziff. 2
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten von CHF 4'862'505.00 betreffen die Kaufpreisschuld gegenüber der Keller AG Ziegeleien (CHF 1'885'300.00) und der Keller Prefadom AG (CHF 2'977'205.00). Sie werden bei der Eigentumsübertragung fällig; Bedingung dafür ist der rechtskräftige Feststellungsbeschluss nach Art. 17 BewG bis zum 23. Dezember 2026 (Ziffer 6); davon sind CHF 550'000.00 zur Sicherstellung der Grundstückgewinnsteuer an das Gemeindesteueramt Elgg zu leisten. Die langfristigen Verbindlichkeiten von CHF 5'366'000.00 sind unverzinsliche Darlehen der Skyline Properties GmbH (CHF 3'406'000.00) und der Urbanstreet Development AG (CHF 1'960'000.00). Beide Darlehensgeberinnen haben ‹am … / noch nicht› einen Rangrücktritt im Sinne von OR 725b Abs. 4 erklärt.
9Geschäfte mit nahestehenden PersonenOR 959c Abs. 1 Ziff. 2 (Erläuterung); Angabe freiwillig
Die Skyline Properties GmbH ist Alleinaktionärin. Die Urbanstreet Development AG steht unter derselben wirtschaftlichen Kontrolle. Beide haben in der Berichtsperiode Leistungen an die Gesellschaft erbracht (Ziffer 7), die zu Bedingungen erfolgten, welche der Verwaltungsrat als marktüblich beurteilt ‹Grundlage des Drittvergleichs einsetzen›. Die Vergleichszahlung von CHF 45'000.00 an die Ingesa AG betrifft Planungsleistungen aus den Jahren 2022 und 2023, die vor der Gründung der Gesellschaft für ein dem Aktionärskreis nahestehendes Vorgängerprojekt erbracht wurden; die steuerliche Beurteilung ist mit dem Steuerberater abzustimmen.
10Eigenkapital und ErgebnisverwendungOR 959c Abs. 1 Ziff. 2
Das Eigenkapital von CHF 99'713.65 besteht aus dem Aktienkapital von CHF 100'000.00 und dem Verlust der Berichtsperiode von CHF 286.35 (Gründungs- und Bankkosten). Die Hälfte des Aktienkapitals ist gedeckt; ein Kapitalverlust nach OR 725a liegt nicht vor. Der Verwaltungsrat hat am 4. September 2026 beschlossen, die Darlehen der Skyline Properties GmbH (CHF 3'406'000.00) und der Urbanstreet Development AG (CHF 1'960'000.00) durch eine ordentliche Kapitalerhöhung mit Verrechnungsliberierung in Eigenkapital umzuwandeln; nach Vollzug beträgt das Eigenkapital rund CHF 5'468'000.00 (Aktienkapital CHF 1'000'000.00, gesetzliche Kapitalreserve rund CHF 4'469'000.00). Der Handelsregistereintrag ist per Erstellung dieses Zwischenabschlusses noch nicht erfolgt ‹Datum des GV-Beschlusses und des Eintrags einsetzen›; die Wirkung ist als Pro-forma-Darstellung ausgewiesen.
11Ausserordentliche, einmalige oder periodenfremde PositionenOR 959c Abs. 2 Ziff. 12
Die Vergleichszahlung von CHF 45'000.00 an die Ingesa AG (Buchung vom 10. Dezember 2025) ist eine einmalige, periodenfremde Position: Sie betrifft Planungsleistungen der Jahre 2022 und 2023, die vor der Gründung der Gesellschaft erbracht wurden, und wurde per Saldo aller Ansprüche geleistet. Sie wurde als Planungsaufwand erfasst und aktiviert (Ziffer 7). Weitere ausserordentliche Positionen bestehen nicht.
12VollzeitstellenOR 959c Abs. 2 Ziff. 2
Die Gesellschaft beschäftigt keine Arbeitnehmenden. Die Anzahl Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt liegt unter 10.
13BeteiligungenOR 959c Abs. 2 Ziff. 3
Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen.
14Eventualverbindlichkeiten und nicht bilanzierte VerpflichtungenOR 959c Abs. 2 Ziff. 10
Gerät eine Partei mit der Eigentumsübertragung in Verzug, ist ihr nach den Kaufverträgen vom 11. Juli 2025 eine Nachfrist nach OR 107 anzusetzen; daraus können Schadenersatzansprüche der Gegenpartei entstehen. Sämtliche Quartierplan- und Erschliessungskosten gehen seit der Beurkundung zulasten der Gesellschaft; der Verwaltungsrat schätzt die Baunebenkosten der 1. Etappe einschliesslich Quartierplan-Erschliessung per 4. September 2026 auf rund CHF 1'700'000.00, wovon rund CHF 1'079'000.00 über den Kostenvoranschlag hinausgehen ‹Detailschätzung einsetzen›. Ein Werkvertrag mit der Methabau TU AG über die Erstellung der Gebäude A, B und C (Kostenvoranschlag vom 1. Juli 2026: CHF 30'400'954 exkl. MWST) ist per Stichtag nicht abgeschlossen. Es bestehen keine Leasingverbindlichkeiten, keine Verbindlichkeiten gegenüber Vorsorgeeinrichtungen und keine für Dritte bestellten Sicherheiten (OR 959c Abs. 2 Ziff. 6 bis 8). Keine Aktiven sind zur Sicherung eigener Verbindlichkeiten verwendet; es bestehen keine Eigentumsvorbehalte (OR 959c Abs. 2 Ziff. 9).
15Wesentliche Ereignisse nach dem BilanzstichtagOR 959c Abs. 2 Ziff. 13
Am 1. Juli 2026 hat die Methabau TU AG den Kostenvoranschlag für die Erstellungskosten der Gebäude A, B und C vorgelegt. Am 12. August 2026 hat der Verwaltungsrat die Grundsätze dieses Zwischenabschlusses, die Bilanzierung des Landerwerbs und die Höhe der Entwicklungs- und Planungsleistungen festgelegt. Am 4. September 2026 hat der Verwaltungsrat beschlossen, (a) beide Darlehen der nahestehenden Gesellschaften durch Kapitalerhöhung mit Verrechnungsliberierung in Eigenkapital umzuwandeln (Ziffer 10), (b) die Gesellschaft der Mehrwertsteuer zu unterstellen und die Vermietung zu optieren (Ziffer 16) und (c) die Baunebenkosten der 1. Etappe vorläufig mit CHF 1'700'000.00 zu budgetieren (Ziffer 14). Die Baubewilligung für die 1. Etappe (Gebäude A, B und C) ist rechtskräftig ‹Datum der Verfügung und der Rechtskraft einsetzen›. ‹Weitere Ereignisse einsetzen: Stand Lex-Koller-Verfahren, Rangrücktritte, Datum der MWST-Registrierung, Bankgespräche›.
16Weitere Faktoren, die die wirtschaftliche Lage wesentlich beeinflusst habenOR 960f Abs. 2 Ziff. 3
Die Gesellschaft befindet sich in der Projektentwicklungsphase und erzielt keine Erträge. Die Finanzierung der Aktiven erfolgt vollständig über Verbindlichkeiten. Die wirtschaftliche Lage hängt massgeblich vom Feststellungsbeschluss des Bezirksrates Winterthur (Ziffer 6), von der Bankfinanzierung des Land- und Bauvorhabens und von der beschlossenen Kapitalerhöhung (Ziffer 10) ab. Per Stichtag war die Gesellschaft nicht im Register der Mehrwertsteuerpflichtigen eingetragen; auf den bezogenen Leistungen ist keine Vorsteuer geltend gemacht worden, und per Stichtag lag keine Rechnung mit Mehrwertsteuerausweis vor. Der Verwaltungsrat hat am 4. September 2026 beschlossen, auf die Befreiung von der Steuerpflicht zu verzichten (Art. 11 MWSTG, Wirkung 1. Januar 2026) und die Vermietung des Campus nach Art. 22 MWSTG zu optieren; die Vorsteuer auf den Erstellungskosten wird damit abziehbar. Saisonale Einflüsse bestehen keine.
17RevisionsstelleOR 727a Abs. 2
Die Gesellschaft hat mit Zustimmung sämtlicher Aktionäre auf die eingeschränkte Revision verzichtet (Opting-out). Der Zwischenabschluss ist nicht geprüft. Für die beabsichtigte Kapitalerhöhung mit Verrechnungsliberierung ist die Prüfungsbestätigung eines zugelassenen Revisors nach OR 652f unabhängig vom Opting-out erforderlich. Die Schwellenwerte für eine ordentliche Revision nach OR 727 Abs. 1 Ziff. 2 (Bilanzsumme 20 Mio, Umsatz 40 Mio, 250 Vollzeitstellen, zwei davon in zwei aufeinanderfolgenden Jahren) werden auch nach Fertigstellung der 1. Etappe voraussichtlich nicht überschritten, da Umsatz und Personalbestand deutlich darunter liegen.

Eigenkapitalnachweis 27. März 2025 – 30. Juni 2026

PositionGründungBewegung30.06.2026
Aktienkapital0.00100'000.00100'000.00
Gesetzliche Kapitalreserve0.000.000.00
Ergebnis der Berichtsperiode0.00(286.35)(286.35)
Total Eigenkapital0.0099'713.6599'713.65
Genehmigungsvermerk (Vorschlag): «Der Verwaltungsrat der Tetris AG hat diesen Zwischenabschluss per 30. Juni 2026 an seiner Sitzung vom ‹Datum› zur Kenntnis genommen und für die Zwecke nach Ziffer 2 freigegeben. Der Zwischenabschluss ist nicht revidiert. Küsnacht ZH, ‹Datum› — Patrick Alexander Hüppi, Präsident · Cyrill Raphael Hüppi-Rüegg, Mitglied (Kollektivunterschrift zu zweien).»

06 · Buchungsjournal

Achtzehn Buchungen — acht übernommen, zehn neu.

Block A ist im Entwurf 2025 bereits erfasst und wird unverändert in das Langjahr überführt — mit einer Ausnahme: Buchung 6 geht neu direkt auf die Anschaffungsnebenkosten des Grundstücks statt auf ein Konto «Vorauszahlung Landkauf». Block B sind die neuen Abschlussbuchungen per 30. Juni 2026.

Nr.DatumBuchungstextSollHaben Betrag CHFBKPStatus
127.03.2025Gründung Tetris AG — Zeichnung Aktienkapital durch Skyline Properties GmbH
Beleg: Gründungsurkunde Notariat Küsnacht
11402800100'000.00erfasst
223.06.2025Kapitaleinzahlung Bank Avera, Valuta 23.06.2025 (netto)
Beleg: Gutschriftsanzeige Bank Avera
1020114099'750.00erfasst
323.06.2025Dienstleistungsentschädigung Bank Avera für Kapitaleinzahlungskonto
Beleg: Gutschriftsanzeige Bank Avera
65001140250.00erfasst
429.07.2025Notariat Küsnacht — Gründungsgebühren (1. Zahlung)
Beleg: RE 174107.01
65001020550.50erfasst
528.08.2025Rückerstattung Notariat Küsnacht (Doppelzahlung)
Beleg: Rückerstattungsbeleg
10206500544.00erfasst
614.10.2025Notariat Elgg — Beurkundungsgebühren KV EL4893/EL4894, Anteil Tetris AG 50 %
Beleg: RE 130111.03
1600.9010202'649.75BKP 0umgegl.
710.12.2025Vergleich Ingesa AG, Seuzach — Fachplanung Liegenschaftsentwässerung, per Saldo aller Ansprüche
Beleg: Vergleichsvereinbarung Ingesa AG
4400.30102045'000.00BKP 296erfasst
831.12.2025Kontoführungsgebühr Bank Avera 2025
Beleg: Kontoauszug Bank Avera
6900.10102029.85erfasst
930.06.2026Landerwerb Kat. EL4893 Stämpfelfeld — Keller AG Ziegeleien, Kaufpreis gem. öffentlicher Urkunde vom 11.07.2025
Beleg: KV Notariat Elgg 2025/2196
1600.102000.101'885'300.00BKP 0 / 296neu
1030.06.2026Landerwerb Kat. EL4894 Gewerbezone (6'417 m², 74 % der Fläche) — Keller Prefadom AG
Beleg: KV Notariat Elgg 11.07.2025
1600.202000.202'965'950.00BKP 0 / 296neu
1130.06.2026Landerwerb Kat. EL4894 Landwirtschaftszone (2'251 m², 26 % der Fläche) — Keller Prefadom AG
Beleg: KV Notariat Elgg 11.07.2025
1600.302000.2011'255.00BKP 0neu
1230.06.2026Entwicklungsleistung Skyline Properties GmbH — Anteil Prefadom gem. Entwicklungsvertrag
Beleg: Honorarrechnung + Entwicklungsvertrag
4000.102450.101'250'000.00BKP 0neu
1330.06.2026Entwicklungsleistung Skyline Properties GmbH — Anteil Keller gem. Entwicklungsvertrag
Beleg: Honorarrechnung + Entwicklungsvertrag
4000.102450.102'156'000.00BKP 0neu
1430.06.2026Architektur- und Planerleistungen Urbanstreet Development AG inkl. Subplaner — Vorprojekt, Bauprojekt, Ausschreibungsprojekt, Anteil 1. Etappe bis Q2 2026
Beleg: Honorarrechnung + Leistungsnachweis
4400.102450.201'960'000.00BKP 296neu
1530.06.2026Aktivierung BKP 0 — Entwicklungsleistungen Skyline Properties in Anlagen im Bau
Beleg: Abschlussbuchung 30.06.2026
1610.0037003'406'000.00BKP 0neu
1630.06.2026Aktivierung BKP 296 — Architektur- und Planerleistungen Urbanstreet Development
Beleg: Abschlussbuchung 30.06.2026
1610.2937001'960'000.00BKP 296neu
1730.06.2026Aktivierung BKP 296 — Fachplanung Ingesa AG (Liegenschaftsentwässerung)
Beleg: Abschlussbuchung 30.06.2026
1610.29370045'000.00BKP 296neu
1830.06.2026Kontoführungsgebühren Bank Avera 01.01.–30.06.2026 ‹PLATZHALTER — gem. Kontoauszug 30.06.2026 einsetzen›
Beleg: Kontoauszug Bank Avera 30.06.2026
6900.1010200.00offen
Summe Journal15'888'279.10
In jedem Buchungssatz stehen Soll und Haben mit demselben Betrag. Bilanz und Erfolgsrechnung lesen ausschliesslich aus diesem Journal — wer im Excel einen Betrag ändert, ändert automatisch alle Auswertungen. Buchung 18 braucht noch einen Wert aus dem Kontoauszug per 30. Juni 2026.

Buchungen am Vollzugstag des Landkaufs — Merkblatt für später

VorgangSollHabenCHFBemerkung
Zahlung Grundstückgewinnsteuer Keller AG Ziegeleien2000.101020 / 1021200'000.00an Gemeindesteueramt Elgg, PostFinance CH43 0900 0000 8400 0530 7
Zahlung Restkaufpreis Keller AG Ziegeleien2000.101020 / 10211'685'300.00an UBS AG Winterthur, CH75 0023 0230 Q375 2865 0
Zahlung Grundstückgewinnsteuer Keller Prefadom AG2000.201020 / 1021350'000.00an Gemeindesteueramt Elgg
Zahlung Restkaufpreis Keller Prefadom AG2000.201020 / 10212'627'205.00an Zürcher Kantonalbank, CH72 0070 0110 0059 3901 3
Notariats-, Grundbuch- und Vermessungsgebühren1600.901020nach Rechnungje zur Hälfte von beiden Parteien getragen
Im Kanton Zürich fällt keine Handänderungssteuer an. Die Bank muss vor der Eigentumsübertragung ein unwiderrufliches Zahlungsversprechen vorlegen — das ist der eigentliche Zeitdruck in der Finanzierung.

07 · Projektkosten nach Baukostenplan

Der Kaufpreis enthält 870'000 Franken, die kein Land sind.

Diese Rechnung ist ein Nebenbuch und keine Bilanzgliederung. In der Bilanz erscheint der volle beurkundete Kaufpreis als Anschaffungskosten des Grundstücks, weil er für Grundbuch und Grundstückgewinnsteuer eine Einheit bildet. Für die Projektsteuerung wird er hier in den reinen Landwert und die im Kaufpreis enthaltenen Vorleistungen der Grundeigentümerinnen aufgeteilt — so, wie es die Whiteboard-Notiz vorsieht.

BKPPositionCHFGrundlage
BKP 0Landwert Kat. EL4893 (4'958 m² à CHF 350.00)1'735'300.00Kaufpreisberechnung 12.08.2026 / KV
BKP 0Landwert Kat. EL4894 Gewerbezone (6'417 m² à CHF 350.00)2'245'950.00Kaufpreisberechnung 12.08.2026 / KV
BKP 0Landwert Kat. EL4894 Landwirtschaftszone (2'251 m² à CHF 5.00)11'255.00Kaufpreisberechnung 12.08.2026 / KV
BKP 0Anschaffungsnebenkosten (Beurkundung Notariat Elgg, Anteil 50 %)2'649.75RE 130111.03
BKP 0Entwicklungsleistung Skyline Properties — Anteil Prefadom1'250'000.00Whiteboard / Entwicklungsvertrag
BKP 0Entwicklungsleistung Skyline Properties — Anteil Keller2'156'000.00Whiteboard / Entwicklungsvertrag
BKP 296Vorleistungen Grundeigentümerin Keller AG Ziegeleien (im Kaufpreis enthalten)150'000.00Kaufpreisberechnung 12.08.2026
BKP 296Vorleistungen Grundeigentümerin Keller Prefadom AG (im Kaufpreis enthalten)720'000.00Kaufpreisberechnung 12.08.2026
BKP 296Urbanstreet Development AG — Architektur inkl. Subplaner, Anteil 1. Etappe bis Q2 20261'960'000.00Whiteboard / Honorarrechnung
BKP 296Ingesa AG — Fachplanung Liegenschaftsentwässerung45'000.00Vergleichsvereinbarung
Total BKP 0 — Grundstück und Entwicklung7'401'154.75CHF 651/m² Bauzone
Total BKP 296 — Planung und Architektur2'875'000.00entspricht den «rund 3 Mio» der Whiteboard-Notiz
Total aktivierte Anlagekosten per 30.06.202610'276'154.75stimmt mit dem Anlagevermögen der Bilanz überein

Anschluss · Erstellungskosten Haus A/B/C gemäss Kostenvoranschlag Methabau per 1. Juli 2026

BKPBezeichnungCHF exkl. MWSTTräger
1Vorbereitungsarbeiten646'815TU
2Gebäude26'193'403TU
4Umgebung853'099TU
5Baunebenkosten, Anschlussgebühren, Versicherungen621'263TU 71'263 / BH 550'000
6Generalplanerleistungen (ab erteilter Baubewilligung)1'360'650TU
7Baumanagement / Totalunternehmen862'724TU
8Subvention PV-Anlage (Annahme, Gutschrift)(137'000)BH
Total Kostenvoranschlag Methabau (Dokument unverändert)30'400'954Preisstand Juni 2026, Grundlage BIM-Modell
5Baunebenkosten — Ergänzung Bauherr: Quartierplan-Erschliessung, Anschluss- und Bewilligungsgebühren (Annahme VR 04.09.2026, Details folgen — P-19)1'078'737BH · Annahme
Total Erstellungskosten Haus A/B/C inkl. Baunebenkosten31'479'691BKP 5 neu total CHF 1'700'000
Woher die BKP-5-Zahl kommt — und warum sie zu tief war: Der Kostenvoranschlag Methabau führt BKP 5 mit CHF 621'263: CHF 71'263 Versicherungen und Anschlüsse beim Totalunternehmer plus ein Bauherren-Platzhalter von CHF 550'000 für Anschlussgebühren. Die Quartierplan-Erschliessung — Strassen, Werkleitungen, Perimeterbeiträge — ist darin nicht enthalten, obwohl sie seit der Beurkundung zulasten der Tetris AG geht. Die Urbanstreet-Kalkulation für den Gesamtcampus (Investorenanalyse, Blatt 03) rechnet BKP 5 mit CHF 3'540'000, davon BKP 510 Quartierplan-Erschliessung CHF 1'895'000. Der Verwaltungsrat setzt BKP 5 für die 1. Etappe deshalb vorläufig auf CHF 1'700'000; die Detailschätzung folgt (P-19).

Wichtig für die Abgrenzung: Der Kostenvoranschlag Methabau schliesst ausdrücklich alle Leistungen aus, die bisher für Projektentwicklung, Baubewilligung und die bereits erstellte Ausführungsplanung erbracht wurden. Die oben aktivierten Kosten und der Kostenvoranschlag überschneiden sich deshalb nicht — sie sind additiv. Der Generalplaner in BKP 6 des Kostenvoranschlags deckt nur die Leistungen ab erteilter Baubewilligung ab.
Aktiviert per 30.06.2026
10.28Mio
Land, Entwicklung, Planung
Erstellungskosten inkl. Baunebenkosten
31.5Mio
KV Methabau 30,4 + Ergänzung BKP 5 1,1, exkl. MWST
Gesamtinvestition 1. Etappe
41.8Mio
exkl. MWST und Bauzinsen
Vorsteuer abziehbar
2.90Mio
nach Option — davon 2.47 Mio gegenüber Dritten

08 · Werthaltigkeit nach OR 960a Abs. 3

Der heikelste Teil dieses Abschlusses.

Aktiven dürfen höchstens zum Anschaffungswert bilanziert werden und sind bei Anzeichen einer Überbewertung wertzuberichtigen. Weil der Lex-Koller-Entscheid aussteht und die vorliegenden Kalkulationsgrundlagen von 2022 stammen, muss der Verwaltungsrat die Werthaltigkeit aktiv beschliessen und belegen.

ReferenzwertCHF/m²für 11'375 m²Deckung BKP 0
Whiteboard-Zielwert BKP 0 per 2026800.009'100'000gedeckt
1'698'845
Verkaufspreis Bauland inkl. Entwicklung (Kalkulation 2022)632.507'194'688Unterdeckung
(206'467)
Mindestverkaufspreis Bauland gem. Entwicklungsvertrag480.005'460'000Unterdeckung
(1'941'155)
Befund

Ein aktueller Wertnachweis fehlt noch

Gegenüber dem Zielwert von CHF 800.–/m² aus der Whiteboard-Notiz ist BKP 0 komfortabel gedeckt. Gegenüber der Kalkulation von 2022 ergibt sich rechnerisch eine Unterdeckung von rund CHF 206'000. Die beiden Zahlen sind allerdings nicht direkt vergleichbar: die Kalkulation 2022 bewertet Bauland ohne das inzwischen bewilligte Bauprojekt, der Zielwert von CHF 800.–/m² bildet den heutigen Entwicklungsstand ab.

Für den Abschluss braucht es einen aktuellen, datierten Wertnachweis. Die auf dem Whiteboard bereits vorgesehene «Neue Bewertung intern (Schätzungsexperte und Finanzierung)» ist genau dieser Nachweis — und sie muss vor der Genehmigung des Abschlusses vorliegen.

Der belastbarste Nachweis für eine Renditeliegenschaft ist der Ertragswert des fertigen Objekts. Die Gegenprobe unten rechnet ihn mit den Annahmen der Investorenanalyse — dieselbe Rechnung steht in der Präsentation auf Folie 15.

Gegenprobe über das fertige Objekt — Ertragswert der 1. Etappe

Betriebsrechnung 1. Etappe, Base CaseCHF
Geschossfläche 1. Etappe (EL4893 + EL4894)12'243 m²
Soll-Mietertrag bei Vollvermietung (netto, ohne MWST)1'981'000
Leerstand und Mietzinsausfall 5 %(99'000)
Betriebs- und Unterhaltskosten 12 % des Soll-Mietertrags(238'000)
Nettomietertrag (NOI)1'644'000
Kapitalisierungssatz4.25 %
Ertragswert Base Case38'682'353
Gesamtinvestition 1. Etappe exkl. MWST41'755'846
Über-/Unterdeckung(3'073'493)
Ertragswert in Mio CHFMietzins −10 %BaseMietzins +10 %
4.00 %37.041.145.2
4.25 %34.838.742.6
4.50 %32.936.540.2
5.00 %29.632.936.2
Befund für Bank und Investoren

Der Ertragswert liegt im Base Case 3.1 Mio unter der Gesamtinvestition

Mit BKP 5 auf CHF 1,7 Mio ist die Lücke gewachsen. Sie schliesst sich bei bestätigten Mietzinsen plus zehn Prozent (42,6 Mio bei 4,25 %); ein Kapitalisierungssatz von 4,0 % allein bringt 41,1 Mio und damit fast Deckung. Die Mietzinsansätze (Gewerbe 140, Wohnen/Büro 280 CHF/m² und Jahr) sind ein Quick-Check ohne Marktabklärung — die Investorenanalyse sagt das selbst. Zwei unabhängige Marktabklärungen, Vorvermietung mit Ankermietern und eine Baufreigabe erst bei gesicherter Deckung sind die Antwort, die im Kreditdossier stehen muss. Die Gesamtinvestition ist ohne Bauzinsen gerechnet — nach OR 960a Abs. 1 aktivierbar, grob 0,5 bis 1 Mio über zwei Jahre Bauzeit — die Lücke wäre entsprechend grösser. Die MWST-Option ändert am Ertragswert nichts — Mieten und Investition sind beide netto gerechnet — sie senkt aber den Baukreditbedarf um die Vorsteuer gegenüber Dritten.

09 · Steuern und Finanzierungsstruktur

Drei Themen, die im Abschluss nicht sichtbar sind — und trotzdem Millionen bewegen.

Thema 1 · Mehrwertsteuer — beschlossen am 04.09.2026

CHF 2'903'373 Vorsteuer werden abziehbar

Der Campus wird als gewerbliche Liegenschaft betrieben: Verzicht auf die Befreiung von der Steuerpflicht (Art. 11 MWSTG, Wirkung 01.01.2026) und Option der Vermietung (Art. 22). Was das auslöst — Reihenfolge, Liquidität, Mieter, Wohnnutzung, zwanzigjährige Bindung — steht in Abschnitt 10.

  • Rund CHF 2'468'727 gegenüber Dritten (Methabau, Erschliessung) — echter Liquiditätsvorteil.
  • Rund CHF 434'646 auf den Gruppenrechnungen — läuft im Kreis, muss zeitlich abgestimmt sein.
  • Erst registrieren, dann fakturieren: Mit dem rückwirkenden Verzicht berechtigen Rechnungen ab 01.01.2026 zum Vorsteuerabzug; die Gruppenrechnungen werden trotzdem erst nach der Bestätigung der ESTV datiert.
  • Per 30.06.2026 ändert sich nichts — es lag keine Rechnung mit MWST vor.
Thema 2 · Verdecktes Eigenkapital

Heute CHF 2'983'133 — im Zielbild null

Darlehen von Aktionären und Nahestehenden gelten steuerlich so weit als Eigenkapital, als die Aktiven sie nach festen Belehnungssätzen nicht mehr tragen. Bauland wird mit 70 Prozent belehnt.

  • Massgebende Aktiven CHF 10'328'219, zulässige Fremdfinanzierung CHF 7'245'372.
  • Notwendiges Eigenkapital CHF 3'082'846, ausgewiesen CHF 99'714.
  • Zinsen auf dem verdeckten Teil sind nicht abzugsfähig und gelten als geldwerte Leistung — Verrechnungssteuer 35 Prozent.
  • Solange die Darlehen zinslos geführt werden, bleibt das Risiko theoretisch — und mit der Wandlung beider Forderungen verschwindet es ganz.
Thema 3 · Nahestehende

Zwei Transaktionen unter Beobachtung

Der Entwicklungsgewinn der Aktionärin und die Architekturleistungen der Schwestergesellschaft sind Geschäfte unter Nahestehenden. Steueramt und Bank prüfen sie auf Drittvergleich.

  • Entwicklungsvertrag mit nachvollziehbarer Herleitung der CHF 1'250'000 und CHF 2'156'000 beibringen.
  • Honorarrechnung mit Leistungsnachweis und sauberer Abgrenzung 1. gegen 2. Etappe.
  • Offenlegung im Anhang als Erläuterung (Anhang Ziffer 9) — vom OR nicht ausdrücklich verlangt, angesichts der Beträge aber geboten.
  • Der Hinweis aus dem Entwurf 2025 zur Ingesa-Zahlung bleibt bestehen und ist mit dem Steuerberater zu klären.

Die vollständige Simulation der Wandlung — drei Szenarien, Bilanz und Erfolgsrechnung auf beiden Seiten, Emissionsabgabe, Ablauf und Kosten — steht in Abschnitt 11, Eigenkapitalsimulation. Kurzfassung des Zielbilds: Die Wandlung beider Forderungen (CHF 5'366'000) mit Bareinlage von CHF 60'000 hebt die Eigenkapitalquote von 1,0 % auf 52.9 % und beseitigt das verdeckte Eigenkapital vollständig. Sie kostet einmalig CHF 57'260, wovon CHF 45'260 auf die Emissionsabgabe entfallen.

10 · Mehrwertsteuer — die Option und ihre Folgen

Knapp drei Millionen Vorsteuer kommen zurück. Dafür bindet sich der Campus zwanzig Jahre an die Mehrwertsteuer.

Der Verwaltungsrat hat am 4. September 2026 beschlossen, den Campus Elgg als gewerbliche Liegenschaft zu betreiben: Die Tetris AG verzichtet auf die Befreiung von der Steuerpflicht (Art. 11 MWSTG) und optiert die Vermietung (Art. 22). Die Vorsteuer auf den Erstellungskosten wird damit abziehbar, die Mieten tragen 8,1 % Mehrwertsteuer. Der Zwischenabschluss per 30. Juni 2026 ändert sich dadurch nicht — per Stichtag lag keine Rechnung mit Mehrwertsteuer vor. Alles Weitere spielt sich ab September 2026 ab.

TETRIS AGregistriert ab 01.01.2026 (Art. 11)Vermietung optiert (Art. 22)effektive Methode, QuartalsabrechnungKonten 1170 / 1171 / 2201ESTVEidgenössische SteuerverwaltungRückerstattung innert 60 Tagen (Art. 88)Vorsteuerüberschuss je Quartaltotal rund CHF 2'903'373Rückerstattungin barMethabau TU AG und DritteWerkvertrag, Erschliessung, GebührenVorsteuer rund CHF 2'468'727echter LiquiditätsvorteilRechnung + 8,1 %Zahlung bruttoSkyline Properties · Urbanstreet Dev.Honorarrechnungen netto 5'366'000+ MWST 275'886 + 158'760Nettobetrag → Darlehen → EigenkapitalMWST-Anteil → in bar zurück → an ESTVRechnung + 8,1 %nur MWST-Anteil in barUmsatzsteuer abliefernCHF 434'646der Kreis schliesst sichMieter ab BezugMiete + 8,1 % MWST (optiert)neutral für vorsteuerabzugsberechtigte MieterWohnnutzung: Option ausgeschlossenMietzins bruttoUmsatzsteuer an ESTVVorsteuer gegenüber Drittenbleibt als Liquidität in der Tetris AGund senkt den BaukreditbedarfVorsteuer innerhalb der Gruppeläuft im Kreis — für die Gruppe neutral,zeitlich auf die Abrechnung abzustimmen
Zwei Arten von Vorsteuer, die man auseinanderhalten muss. Links das Geld, das wirklich in der Tetris AG bleibt: die Vorsteuer auf den Rechnungen von Methabau und Dritten, rund CHF 2.47 Mio — ohne hoheitliche Anschlussgebühren, gekürzt um die PV-Subvention. Rechts der Kreislauf innerhalb der Gruppe: Skyline Properties und Urbanstreet Development stellen ihre Honorare mit Mehrwertsteuer, die Tetris AG holt sie von der ESTV zurück und reicht sie in bar weiter, die beiden liefern sie ab. Für die Gruppe ist das neutral — aber nur, wenn die Abrechnungsperioden zusammenpassen.

Vorsteuer nach Position

PositionBasis exkl. MWSTsteuerbarVorsteuer 8,1 %Bemerkung
Erstellungskosten Haus A/B/C gemäss KV Methabau, ohne Bauherren-Platzhalter Anschlussgebühren29'850'954100 %2'417'927Werkvertrag erst nach bestätigter Registrierung unterzeichnen; Akontorechnungen mit MWST
Anschlussgebühren (Bauherren-Platzhalter im KV, BKP 5)550'0000 %0hoheitliche Gebühren der Gemeinde — keine MWST, keine Vorsteuer
PV-Subvention (im KV als Gutschrift von −137'000 enthalten)(137'000)100 %(11'097)Subventionen kürzen den Vorsteuerabzug verhältnismässig (Art. 33 Abs. 2 MWSTG) — hier vereinfacht als Abzug gerechnet
Ergänzung Baunebenkosten / Quartierplan-Erschliessung (Annahme)1'078'73767 %58'252Annahme: zwei Drittel Bauleistungen Dritter (steuerbar), ein Drittel hoheitliche Gebühren (keine MWST)
Architektur- und Planerleistungen Urbanstreet Development1'960'000100 %158'760Rechnung nach bestätigter Registrierung datieren — gruppeninterner Zahlungskreislauf
Entwicklungsleistung Skyline Properties3'406'000100 %275'886Rechnung nach bestätigter Registrierung datieren — gruppeninterner Zahlungskreislauf
Fachplanung Ingesa AG, bezahlt 10.12.202545'000100 %3'645vor Eintritt der Steuerpflicht — nur über Einlageentsteuerung (Art. 32) und nur, falls die Rechnung MWST auswies
Vorsteuer insgesamt36'753'6912'903'373davon gegenüber Dritten 2'468'727, innerhalb der Gruppe 434'646
Landerwerb (Kaufpreis beider Verträge)4'862'5050 %von der Steuer ausgenommen, Art. 21 Abs. 2 Ziff. 20 — keine Vorsteuer, keine Option

Was die Option sonst noch auslöst

ThemaWirkungWann
RegistrierungVerzicht auf die Befreiung von der Steuerpflicht (Art. 11 MWSTG), Anmeldung bei der ESTV online. Wirkung frühestens auf den Beginn der laufenden Steuerperiode, also 01.01.2026 (Art. 14 Abs. 4). Effektive Methode wählen — mit Saldosteuersatz wäre der Vorsteuerabzug ausgeschlossen. Vierteljährliche Abrechnung; bei regelmässigem Vorsteuerüberschuss monatliche Abrechnung beantragen (Art. 35), damit das Geld schneller zurückfliesst.sofort
ReihenfolgeErst registrieren, dann fakturieren: Mit dem rückwirkenden Verzicht ist die Tetris AG ab 01.01.2026 steuerpflichtig, und Rechnungen mit Datum ab diesem Tag berechtigen zum Vorsteuerabzug (Art. 28 in Verbindung mit Art. 26 MWSTG). Die Honorarrechnungen von Skyline Properties und Urbanstreet Development sowie der Werkvertrag Methabau werden trotzdem erst nach der Bestätigung der ESTV datiert — dann gibt es keine Diskussion über die Rückwirkung. Nur für die Ingesa-Zahlung von 2025 bleibt die Einlageentsteuerung (Art. 32).vor jeder Rechnung
LiquiditätRund CHF 2,47 Mio Vorsteuer gegenüber Dritten (Methabau, Erschliessung) fliessen quartalsweise von der ESTV zurück — in der Regel innert 60 Tagen nach Eingang der Abrechnung, danach schuldet die ESTV Vergütungszins (Art. 88 Abs. 4). Der Baukredit muss die MWST damit nur für ein bis zwei Quartale zwischenfinanzieren, nicht mehr über die ganze Bauzeit. Die ESTV prüft grosse Vorsteuerüberschüsse neu registrierter Gesellschaften oft vor der ersten Auszahlung — Belege und Optionsabsicht von Anfang an dokumentieren.Bauphase
GruppenrechnungenSkyline Properties und Urbanstreet Development fakturieren mit 8,1 % MWST (CHF 275'886 und CHF 158'760). Die Tetris AG zieht diese Beträge als Vorsteuer ab, erhält sie von der ESTV zurück und bezahlt den MWST-Anteil in bar an die beiden Gesellschaften, die ihn an die ESTV abliefern. Der Kreislauf ist für die Gruppe neutral; nur der Nettobetrag von CHF 5'366'000 bleibt Darlehen beziehungsweise wird Eigenkapital. Alternative: Gruppenbesteuerung nach Art. 13 MWSTG — dann sind die Rechnungen innerhalb der Gruppe nicht steuerbar, dafür haften alle Mitglieder solidarisch für die MWST der Gruppe.vor Fakturierung
MieterDie Mieten tragen 8,1 % MWST. Für vorsteuerabzugsberechtigte Mieter — Gewerbe, Handwerk, Produktion, Start-ups, Gastronomie — ist das neutral. Für Mieter ohne Vorsteuerabzug — Arztpraxen, Versicherungen, Banken, Schulen, Vereine, Teile der öffentlichen Hand — ist die MWST ein echter Mehrpreis. Die Option kann je Mietobjekt ausgeübt oder unterlassen werden (Art. 22 Abs. 1); nicht optierte Flächen führen zu einer anteiligen Vorsteuerkorrektur (Art. 30).Vermarktung
WohnnutzungFür Flächen, die der Mieter ausschliesslich zu Wohnzwecken nutzt, ist die Option ausgeschlossen (Art. 22 Abs. 2 lit. b). Das betrifft die Wochenaufenthalter-Einheiten des Campursus-Konzepts: Werden sie als Wohnungen vermietet, ist die Vorsteuer auf ihrem Flächenanteil verloren. Werden sie als Beherbergung mit Hotelservices betrieben (Sondersatz 3,8 %), sind sie steuerbar und der Vorsteuerabzug bleibt. Diese Weiche ist vor der Baufreigabe mit dem Steuerberater zu stellen — sie entscheidet über mehrere hunderttausend Franken.vor Baufreigabe
BindungDie Vorsteuer auf dem Bauwerk unterliegt 20 Jahre lang der Nutzungsänderung: Wird eine Fläche später ohne Option vermietet oder das Objekt ohne Option verkauft, ist die Vorsteuer anteilig zurückzuzahlen — pro Jahr um einen Zwanzigstel reduziert (Art. 31 Abs. 3). Beim Verkauf an eine steuerpflichtige Käuferin schützt das Meldeverfahren (Art. 38). Für Investoren und einen späteren Exit ist das ein Vertragspunkt.20 Jahre
BuchführungAnlagen im Bau werden netto bilanziert; die Vorsteuer läuft über die Konten 1170/1171 und das Abrechnungskonto 2201. Die Abschreibungsbasis des Gebäudes ist damit um die Vorsteuer tiefer. In Bexio sind die Steuercodes zu hinterlegen; die jährliche Umsatz- und Vorsteuerabstimmung (Art. 72, Finalisierung) gehört in den Abschlusskalender. Der Zwischenabschluss per 30.06.2026 ändert nicht: Per Stichtag lag keine Rechnung mit MWST vor.laufend
LandDer Landerwerb ist von der Steuer ausgenommen (Art. 21 Abs. 2 Ziff. 20); auf den CHF 4,86 Mio Kaufpreis gibt es keine Vorsteuer und keine Option. Das gilt auch für die im Kaufpreis enthaltenen Vorleistungen der Grundeigentümerinnen. Hoheitliche Gebühren (Baubewilligung, Grundbuch, Notariat) tragen ebenfalls keine MWST.
Die teuerste Weiche · Wohnnutzung

Wochenaufenthalter: Wohnung oder Beherbergung?

Für Flächen, die der Mieter ausschliesslich zu Wohnzwecken nutzt, ist die Option ausgeschlossen (Art. 22 Abs. 2 lit. b). Werden die Solo-, Loft- und Studio-Einheiten des Campursus als Wohnungen vermietet, ist die Vorsteuer auf ihrem Flächenanteil verloren und die Vorsteuerquote (Art. 30) sinkt entsprechend. Als Beherbergung mit Hotelservices (Sondersatz 3,8 %) bleiben sie steuerbar. Entscheid vor der Baufreigabe — P-20.

Liquidität · Bauphase

Der Baukredit braucht die MWST nur noch kurz

Vorsteuerüberschüsse werden quartalsweise abgerechnet und in der Regel innert 60 Tagen zurückerstattet — danach schuldet die ESTV Vergütungszins (Art. 88 Abs. 4). Statt CHF 2,5 Mio über die ganze Bauzeit vorzufinanzieren, muss der Baukredit die Mehrwertsteuer nur für ein bis zwei Quartale tragen. Monatliche Abrechnung beantragen und die erste grosse Abrechnung mit vollständigen Belegen einreichen — die ESTV prüft neue Gesellschaften mit hohen Vorsteuerüberschüssen gern vor der Auszahlung.

Investoren · Exit

Zwanzig Jahre Bindung

Die Vorsteuer auf dem Bauwerk unterliegt zwanzig Jahre lang der Nutzungsänderung (Art. 31): Jede spätere Vermietung ohne Option und jeder Verkauf ohne Option löst eine anteilige Rückzahlung aus, jährlich um einen Zwanzigstel reduziert. Beim Verkauf an eine steuerpflichtige Käuferin schützt das Meldeverfahren (Art. 38). Das gehört als Klausel in jeden Investoren- und Kaufvertrag.

Buchungssätze — Zahlungskreislauf einer Gruppenrechnung (Beispiel Skyline Properties)

VorgangSollHabenCHFBemerkung
Honorarrechnung Skyline netto (bereits per 30.06.2026 als Abgrenzung gebucht)4000.102450.103'406'000.00Buchungen 12 und 13 — unverändert
Mehrwertsteuer 8,1 % auf der Rechnung11712000275'886.00Kreditor Skyline, nur der MWST-Anteil; Steuercode VB
Quartalsabrechnung: Vorsteuer an ESTV deklariert22011171275'886.00Guthaben gegenüber der ESTV
Rückerstattung der ESTV10202201275'886.00in der Regel innert 60 Tagen nach Eingang der Abrechnung; danach Vergütungszins (Art. 88 Abs. 4)
Zahlung des MWST-Anteils an Skyline Properties20001020275'886.00Skyline liefert den Betrag an die ESTV ab — Kreis geschlossen
Checkliste für Fritz Beck. (1) Anmeldung bei der ESTV mit Wirkung 01.01.2026, effektive Methode, Quartalsabrechnung — Antrag auf monatliche Abrechnung. (2) Bexio: Steuercodes hinterlegen, Konten 1170, 1171, 2200, 2201 aktivieren, Kontenplan Blatt 01. (3) Rechnungen der Gruppe und Werkvertrag erst nach der Bestätigung der ESTV datieren. (4) Optionsabsicht dokumentieren: VR-Beschluss vom 04.09.2026 und Nutzungskonzept in die MWST-Akten. (5) Ingesa-Rechnung 2025: Einlageentsteuerung prüfen. (6) Ab Bezug: Option je Mietvertrag durch offenen Ausweis der Steuer. (7) Jährlich: Umsatz- und Vorsteuerabstimmung (Finalisierung). Das Excel-Blatt 18 enthält dieselbe Liste mit Vorsteuertabelle und Buchungssätzen.

11 · Eigenkapitalsimulation und Zielbild

Aus Schulden wird Eigenkapital — und aus einem Bilanzproblem eine Steuerfrage.

Der Verwaltungsrat hat am 4. September 2026 das Zielbild festgelegt: Die Forderungen der Skyline Properties GmbH aus der Entwicklungsleistung (CHF 3'406'000) und der Urbanstreet Development AG aus den Architekturleistungen (CHF 1'960'000) werden über eine Kapitalerhöhung in Eigenkapital umgewandelt. Technisch heisst das Verrechnungsliberierung: Die Gläubigerin bringt ihre Forderung als Einlage ein und erhält dafür neue Aktien. Kein Geld fliesst, die Aktiven bleiben unberührt — es wechselt nur die Seite des Kapitals. Das ist Szenario B; die Szenarien A und C bleiben als Rückfallpositionen dokumentiert.

VOR DER WANDLUNG · 30.06.2026Kaufpreisschuld KellerCHF 4'862'505Darlehen Skyline PropertiesCHF 3'406'000Darlehen Urbanstreet DevelopmentCHF 1'960'000Eigenkapital · CHF 99'714Eigenkapitalquote 1.0 %Bilanzsumme CHF 10'328'219ZIELBILD · NACH KAPITALERHÖHUNG (SZENARIO B)Kaufpreisschuld KellerCHF 4'862'505Aktienkapital · CHF 1'000'000Kapitaleinlagereserve abzüglich VerlustvortragCHF 4'468'454Eigenkapitalquote 52.9 %Bilanzsumme CHF 10'330'959Wandlung
Fast dieselbe Bilanzsumme, völlig andere Kapitalstruktur. Links die Lage per 30. Juni 2026: ein Prozent Eigenkapital, alles andere Schuld. Rechts das Zielbild: Aktienkapital und Kapitaleinlagereserve tragen mehr als die Hälfte der Bilanz, Darlehen von Nahestehenden gibt es keine mehr. Die Bilanzsumme verändert sich nur um die Bareinlage von CHF 60'000 abzüglich CHF 57'260 für Emissionsabgabe und Kapitalerhöhungskosten.

Wo der Betrag hingeht

01'547'2003'094'4004'641'5996'188'79999'714Eigenkapital30.06.2026+900'000Nennwert-erhöhung+4'526'000Kapitaleinlage-reserve (Agio)−57'260Emissionsabgabeund Kosten5'468'454EigenkapitalZielbild (B)
Von der Forderung zum Eigenkapital. Von der Einlage über CHF 5'426'000 (beide Forderungen plus Bareinlage) werden CHF 900'000 zu Nennwertkapital — damit steht das Aktienkapital auf runden CHF 1'000'000 — und der Rest wird zur gesetzlichen Kapitaleinlagereserve. Emissionsabgabe und Kapitalerhöhungskosten von zusammen CHF 57'260 werden mit dem Agio verrechnet und belasten die Erfolgsrechnung deshalb nicht.

Drei Szenarien — B ist das Zielbild

Szenario A

Nur Skyline Properties

Die Aktionärin wandelt ihre gesamte Forderung aus der Entwicklungsleistung. Das Darlehen der Urbanstreet Development AG bleibt bestehen. Der einfachste Weg — nur eine Partei, keine Zession, Skyline bleibt Alleinaktionärin.

  • Wandlung CHF 3'406'000
  • Emissionsabgabe CHF 25'060
  • Eigenkapitalquote 33.7 %
  • Verdecktes Eigenkapital keines
  • Liquidität danach CHF 15'004
Szenario B · Zielbild

Beide Forderungen — Zielbild VR 04.09.2026

Entwicklungsleistung Skyline Properties und Architekturleistung Urbanstreet Development werden beide gewandelt; die Tetris AG ist danach gegenüber Nahestehenden schuldenfrei. Weg B1: Urbanstreet Development tritt ihre Forderung an Skyline ab, Skyline zeichnet alles und bleibt Alleinaktionärin. Weg B2: Urbanstreet Development zeichnet direkt und hält rund 32,5 %. Die Bareinlage von CHF 60'000 deckt Emissionsabgabe und Kosten — ohne sie reicht die Liquidität nicht.

  • Wandlung CHF 5'366'000, Bareinlage CHF 60'000
  • Emissionsabgabe CHF 45'260
  • Eigenkapitalquote 52.9 %
  • Verdecktes Eigenkapital keines
  • Liquidität danach CHF 54'804
Szenario C

Teilwandlung mit Steuerreserve

Skyline wandelt nur einen Teil und lässt CHF 706'000 als Darlehen stehen. Sobald der Baukredit fliesst, kann die Tetris AG diesen Rest in bar zurückzahlen — damit finanziert Skyline die Gewinnsteuer auf dem Entwicklungshonorar. Löst das Liquiditätsproblem, lässt aber verdecktes Eigenkapital zurück.

  • Wandlung CHF 2'700'000
  • Emissionsabgabe CHF 18'000
  • Eigenkapitalquote 26.9 %
  • Verdecktes Eigenkapital CHF 313'133
  • Liquidität danach CHF 22'064
EIGENKAPITALQUOTE■ verdecktes Eigenkapital0 %10 %20 %30 %40 %50 %60 %33.7 %keinesSzenario ANur Skyline PropertiesLiquidität danach CHF 15'00452.9 %keinesSzenario BBeide Forderungen — Zielbild VR 04.09.2026Liquidität danach CHF 54'80426.9 %313'133Szenario CTeilwandlung mit SteuerreserveLiquidität danach CHF 22'064
Olivgrün die Eigenkapitalquote, braun das verdeckte Eigenkapital nach Kreisschreiben Nr. 6. Szenario B beseitigt beide Probleme vollständig, kostet aber die höchste Emissionsabgabe und braucht eine Bareinlage. Szenario A (nur Skyline) und Szenario C (Teilwandlung mit Steuerreserve) bleiben als Rückfallpositionen, falls die Liquidität bei Skyline Properties den Ausschlag gibt.

Bilanz der Tetris AG nach der Kapitalerhöhung

PositionWirkungIst 30.06.2026 Szenario ASzenario B · ZielbildSzenario C
Flüssige Mittelsinkt um Abgabe und Kosten, steigt um die Bareinlage52'063.9015'003.9054'803.9022'063.90
Grundstücke Campus Elggunverändert4'865'154.754'865'154.754'865'154.754'865'154.75
Anlagen im Bau / Projektentwicklungunverändert5'411'000.005'411'000.005'411'000.005'411'000.00
Total Aktivensinkt nur um Abgabe und Kosten, steigt um die Bareinlage10'328'218.6510'291'158.6510'330'958.6510'298'218.65
Kurzfristiges Fremdkapital (Landkauf)unverändert4'862'505.004'862'505.004'862'505.004'862'505.00
Darlehen Skyline Properties GmbHsinkt um den gewandelten Betrag3'406'000.000.000.00706'000.00
Darlehen Urbanstreet Development AGsinkt um den gewandelten Betrag1'960'000.001'960'000.000.001'960'000.00
Total Fremdkapital10'228'505.006'822'505.004'862'505.007'528'505.00
Aktienkapitalsteigt um die Nennwerterhöhung100'000.001'000'000.001'000'000.00500'000.00
Gesetzliche KapitaleinlagereserveAgio abzüglich verrechneter Abgabe und Kosten0.002'468'940.004'468'740.002'270'000.00
Ergebnisvortragunverändert — die Wandlung ist erfolgsneutral(286.35)(286.35)(286.35)(286.35)
Total Eigenkapital99'713.653'468'653.655'468'453.652'769'713.65
Eigenkapitalquotedie Zahl, welche die Bank zuerst anschaut1.0 %33.7 %52.9 %26.9 %
Verdecktes Eigenkapitalnach Kreisschreiben Nr. 6 ESTV2'983'132.780.000.00313'132.78
Puffer bis zum Kapitalverlustnach OR 725a, inkl. nicht rückzahlbarer Kapitalreserve nach OR 671 Abs. 249'713.652'718'653.654'718'453.652'394'713.65
Zwei Wege zum selben Zielbild. Weg B1: Die Urbanstreet Development AG tritt ihre Forderung an die Skyline Properties GmbH ab; Skyline zeichnet die gesamte Kapitalerhöhung und bleibt Alleinaktionärin — die Aussage «Campursus gehört zu 100 % der Tetris AG, die Tetris AG zu 100 % der Skyline» bleibt wahr. Weg B2: Die Urbanstreet Development AG zeichnet direkt und hält danach rund 32,5 % der Tetris AG (325'100 von 1'000'000 Aktien); dann braucht es einen Aktionärbindungsvertrag, dafür keine Zession und keine Schuld der Skyline gegenüber Urbanstreet. Für die Tetris AG sind Bilanz, Emissionsabgabe und Eigenkapitalquote in beiden Wegen identisch. Die Simulation unten rechnet Weg B1.

Erfolgsrechnung und Buchungen bei der Tetris AG

Die Kapitalerhöhung berührt die Erfolgsrechnung der Tetris AG nicht. Die Wandlung ist ein reiner Passivtausch, und Emissionsabgabe wie Kapitalerhöhungskosten werden mit dem Agio verrechnet. Das Ergebnis der Berichtsperiode bleibt bei CHF (286.35). Würde man Abgabe und Kosten stattdessen als Aufwand buchen, sänke das Eigenkapital um denselben Betrag — das Total ist identisch, nur der Ausweis unterscheidet sich.

Vorgang bei der Tetris AG (Zielbild, Weg B1)SollHabenCHFBemerkung
Umbuchung der zedierten Forderung auf die Aktionärin2450.202450.101'960'000.00Weg B1 — Zessionsanzeige der Urbanstreet Development AG
Wandlung in Nennwertkapital2450.102800900'000.00Passivtausch, erfolgsneutral
Wandlung in Kapitaleinlagereserve2450.1029004'466'000.00gesondert führen, sonst geht die steuerfreie Rückzahlbarkeit verloren
Bareinlage der Aktionärin1020290060'000.00gehört zur selben Kapitalerhöhung; deckt Abgabe und Kosten
Emissionsabgabe, mit dem Agio verrechnet2900220745'260.001 % auf den Kapitaleinlagen über CHF 1 Mio
Kapitalerhöhungskosten, mit dem Agio verrechnet2900102012'000.00Notariat, Handelsregister, zugelassener Revisor
Zahlung der Emissionsabgabe an die ESTV2207102045'260.00fällig 30 Tage nach Ablauf des Quartals, in dem der Handelsregistereintrag erfolgte (Art. 11 lit. b StG), Formular 3
Zum Freibetrag. Die Emissionsabgabe beträgt 1 % (Art. 8 Abs. 1 lit. a StG). Nach Art. 6 Abs. 1 lit. h StG bleiben Kapitaleinlagen bis gesamthaft CHF 1 Mio abgabefrei — kumulativ über Gründung und alle Kapitalerhöhungen, und immer bezogen auf die gesamte Leistung der Gesellschafterin, also Nennwert plus Agio. Die Aufteilung zwischen beiden ändert die Abgabe deshalb nicht, und der Freibetrag gilt unabhängig von der Liberierungsart. Die Abgabe entsteht mit dem Handelsregistereintrag (Art. 7 Abs. 1 lit. a StG) und ist innert 30 Tagen nach Ablauf dieses Quartals zu deklarieren und zu bezahlen (Art. 11 lit. b StG). Die vorgängige Abstimmung mit der Eidgenössischen Steuerverwaltung dient der Sicherheit: Würde der Freibetrag wider Erwarten verweigert, stiege die Abgabe im Zielbild von CHF 45'260 auf CHF 54'260 — die Differenz ist verkraftbar, die Klärung vorher aber billiger als die Korrektur nachher.

Die andere Seite — Skyline Properties GmbH

Die Wandlung spart keine Steuern. Sie nimmt nur das Geld weg, sie zu bezahlen.

Für die Skyline Properties GmbH sind zwei Vorgänge zu unterscheiden, die in der Diskussion regelmässig verschmelzen. Die Fakturierung des Entwicklungshonorars ist erfolgswirksam und löst die Gewinnsteuer aus. Die Wandlung der daraus entstandenen Forderung in Beteiligungskapital ist ein reiner Aktivtausch — Beteiligung an Forderung, ohne jede Berührung der Erfolgsrechnung. Im Weg B1 kommt ein dritter Vorgang dazu: Skyline übernimmt die Forderung der Urbanstreet Development AG (Zession) und schuldet ihr dafür den Kaufpreis von CHF 1'960'000 — auch das ist erfolgsneutral.

Die Folge: Skyline versteuert einen Gewinn, den sie nie in bar erhalten hat, und hat nach der Wandlung auch keine Forderung mehr, aus der sich die Steuer bezahlen liesse. Dazu kommt die Bareinlage von CHF 60'000.

Alle Zahlen auf dieser Seite beruhen auf Annahmen, weil uns die Buchhaltung der Skyline Properties GmbH nicht vorliegt. Im Excel sind sie gelb hinterlegt und lassen sich durch die effektiven Werte ersetzen; Bilanz, Erfolgsrechnung und Liquiditätsrechnung rechnen sich daraus neu.
Bilanz Skyline Properties GmbHvor Rechnung nach Rechnung und Zessionnach Wandlung
Flüssige Mittel100'000.00100'000.0040'000.00
Angefangene Arbeiten Campus Elgg1'500'000.000.000.00
Forderung gegenüber Tetris AG (eigenes Honorar)0.003'406'000.000.00
Forderung gegenüber Tetris AG (von Urbanstreet Development abgetreten, Weg B1)0.001'960'000.000.00
Beteiligung Tetris AG100'000.00100'000.005'526'000.00
Total Aktiven1'700'000.005'566'000.005'566'000.00
Fremdkapital1'530'000.001'530'000.001'530'000.00
Verbindlichkeit gegenüber Urbanstreet Development (Kaufpreis der Zession)0.001'960'000.001'960'000.00
Rückstellung Gewinnsteuern0.00333'550.00333'550.00
Eigenkapital120'000.001'692'450.001'692'450.00
Erfolgsrechnung Skyline aus diesem GeschäftCHF
Ertrag aus Entwicklungsleistung Campus Elgg3'406'000.00
Eigene Entwicklungsleistungen (Annahme)(1'500'000.00)
Ergebnis vor Steuern1'906'000.00
Gewinnsteuern (17.5 % effektiv, Annahme)(333'550.00)
Jahresgewinn1'572'450.00
Wirkung der Wandlung auf die Erfolgsrechnung0.00
Liquidität — der kritische PunktCHF
Jahresgewinn aus dem Geschäft1'572'450.00
davon in bar zugeflossen0.00
Gewinnsteuern, in bar zu bezahlen333'550.00
Bareinlage in die Tetris AG (Szenario B)60'000.00
Flüssige Mittel vor dem Geschäft (Annahme)100'000.00
Deckungslücke293'550.00
Steuer, falls die eigenen Kosten bereits verbucht waren596'050.00
Befund 1 · Steuer

Der Gewinn entsteht mit der Rechnung, nicht mit dem Geld

Ob die eigenen Entwicklungskosten bei Skyline noch als angefangene Arbeiten aktiviert sind oder in früheren Jahren bereits als Aufwand verbucht wurden, macht in der Steuerrechnung einen Unterschied von rund CHF 262'500. Diese Frage gehört vor die Fakturierung, nicht danach.

Befund 2 · Liquidität

Rund CHF 293'550 fehlen für Steuer und Bareinlage

Drei Wege stehen offen. Die Steuer aus dem MWST-Zahlungskreislauf vorfinanzieren ist keiner davon — dieses Geld gehört der ESTV. Erstens: Nur einen Teil wandeln und den Rest als Darlehen stehen lassen, das nach der Bankfinanzierung in bar zurückfliesst (Szenario C). Zweitens: Die Fakturierung auf den Anteil der 1. Etappe beschränken. Drittens: Verlustvorträge oder ein kurzfristiges Darlehen innerhalb der Gruppe einsetzen.

Befund 3 · Beteiligung

Gestehungskosten steigen auf CHF 5'526'000

Der Buchwert der Beteiligung liegt nach der Wandlung um CHF 57'546 über dem Eigenkapital der Tetris AG — das sind CHF 57'260 Emissionsabgabe und Kapitalerhöhungskosten zuzüglich des aufgelaufenen Verlusts von CHF 286.35. Die Werthaltigkeit ist über die stillen Reserven im Landwert zu begründen, schriftlich und in den Akten. Im Gegenzug sinkt ein späterer steuerbarer Kapitalgewinn beim Verkauf entsprechend (Beteiligungsabzug nach Art. 70 DBG).

Der Weg dorthin — neun Schritte

1Forderung belegenSkyline / TetrisEntwicklungsvertrag und Honorarrechnungausfertigen, bei beiden Gesellschaftenverbuchen. Ohne dokumentierte, fällige undwerthaltige Forderung ist keine2Zwischenabschluss erstellenFritz BeckAktueller Abschluss als Grundlage für denKapitalerhöhungsbericht und die Prüfung derVerrechnungsforderung. Eine gesetzliche Fristgibt es für die ordentliche Kapitalerhöhung3KapitalerhöhungsberichtVerwaltungsratDer Verwaltungsrat legt nach OR 652e Ziff. 2Rechenschaft ab über Bestand undVerrechenbarkeit der Schuld, die mit derEinlage verrechnet wird.4Prüfungsbestätigungzugelassener RevisorNach OR 652f prüft ein zugelassener Revisorden Kapitalerhöhungsbericht und bestätigtschriftlich, dass dieser vollständig undrichtig ist. Das gilt ZWINGEND auch bei5Beschluss der GeneralversammlungSkyline als AlleinaktionärinÖffentlich beurkundeter Beschluss überErhöhungsbetrag (Nennwert CHF 900'000,Ausgabebetrag CHF 5'426'000 inkl. Bareinlage),Bezugsrechte und die Änderung der Statuten.6Zeichnung und VerrechnungserklärungSkyline Properties GmbHZeichnungsschein nach OR 652 sowieschriftliche Erklärung, die Einlage durchVerrechnung mit der Forderung zu leisten.7FeststellungsbeschlussVerwaltungsratDer Verwaltungsrat stellt nach OR 652göffentlich beurkundet fest, dass die Erhöhungordnungsgemäss erfolgt ist, und passt dieStatuten an.8Eintrag im HandelsregisterNotariatAnmeldung mit sämtlichen Belegen. DieAnmeldung zur Eintragung muss innert sechsMonaten nach dem GV-Beschluss beimHandelsregisteramt erfolgen, sonst fällt der9Meldungen an die ESTVFritz BeckErstens: Emissionsabgabe — sie entsteht mitdem Handelsregistereintrag (Art. 7 Abs. 1 lit.a StG) und ist innert 30 Tagen nach Ablauf desQuartals, in dem der Eintrag erfolgte, mitPHASE 1 · VORBEREITENPHASE 2 · BESCHLIESSENPHASE 3 · VOLLZIEHENGelb hinterlegt sind die drei Schritte mit externer Abhängigkeit oder harter Frist.
Zwei Stellen verdienen besondere Aufmerksamkeit. Schritt 4 zwingt die Tetris AG erstmals, einen zugelassenen Revisor beizuziehen — das Opting-out hilft hier nicht. Und Schritt 8 hat eine harte Frist: Der Handelsregistereintrag muss innert sechs Monaten nach dem Beschluss der Generalversammlung erfolgen, sonst fällt dieser dahin.
SchrittWas zu tun istWerErgebnis
1Forderung belegen
Entwicklungsvertrag und Honorarrechnung ausfertigen, bei beiden Gesellschaften verbuchen. Ohne dokumentierte, fällige und werthaltige Forderung ist keine Verrechnungsliberierung möglich. Im Zielbild (beide Forderungen) zusätzlich: Zessionsvertrag Urbanstreet Development an Skyline (Weg B1) oder Zeichnung durch Urbanstreet Development mit Bezugsrechtsverzicht der Skyline (Weg B2). Rechnungen erst nach der MWST-Registrierung.
Skyline / TetrisEntwicklungsvertrag, Honorarrechnungen, Zessionsvertrag, Buchungsbelege
2Zwischenabschluss erstellen
Aktueller Abschluss als Grundlage für den Kapitalerhöhungsbericht und die Prüfung der Verrechnungsforderung. Eine gesetzliche Frist gibt es für die ordentliche Kapitalerhöhung nicht; Notariat und Revisor verlangen in der Praxis einen Abschluss, der nicht älter als sechs Monate ist.
Fritz BeckZwischenabschluss per Stichtag
3Kapitalerhöhungsbericht
Der Verwaltungsrat legt nach OR 652e Ziff. 2 Rechenschaft ab über Bestand und Verrechenbarkeit der Schuld, die mit der Einlage verrechnet wird.
VerwaltungsratBericht, unterzeichnet
4Prüfungsbestätigung
Nach OR 652f prüft ein zugelassener Revisor den Kapitalerhöhungsbericht und bestätigt schriftlich, dass dieser vollständig und richtig ist. Das gilt ZWINGEND auch bei Opting-out — hier ist erstmals ein Revisor einzuschalten.
zugelassener RevisorPrüfungsbestätigung
5Beschluss der Generalversammlung
Öffentlich beurkundeter Beschluss über Erhöhungsbetrag (Nennwert CHF 900'000, Ausgabebetrag CHF 5'426'000 inkl. Bareinlage), Bezugsrechte und die Änderung der Statuten.
Skyline als AlleinaktionärinGV-Protokoll, öffentliche Urkunde
6Zeichnung und Verrechnungserklärung
Zeichnungsschein nach OR 652 sowie schriftliche Erklärung, die Einlage durch Verrechnung mit der Forderung zu leisten.
Skyline Properties GmbHZeichnungsschein, Verrechnungserklärung
7Feststellungsbeschluss
Der Verwaltungsrat stellt nach OR 652g öffentlich beurkundet fest, dass die Erhöhung ordnungsgemäss erfolgt ist, und passt die Statuten an.
VerwaltungsratFeststellungsbeschluss, öffentliche Urkunde
8Eintrag im Handelsregister
Anmeldung mit sämtlichen Belegen. Die Anmeldung zur Eintragung muss innert sechs Monaten nach dem GV-Beschluss beim Handelsregisteramt erfolgen, sonst fällt der Beschluss dahin (OR 650 Abs. 3).
NotariatHR-Eintrag, Tagebuchnummer
9Meldungen an die ESTV
Erstens: Emissionsabgabe — sie entsteht mit dem Handelsregistereintrag (Art. 7 Abs. 1 lit. a StG) und ist innert 30 Tagen nach Ablauf des Quartals, in dem der Eintrag erfolgte, mit Formular 3 zu deklarieren und zu bezahlen (Art. 11 lit. b StG) — 1 % auf den Kapitaleinlagen über dem Freibetrag von CHF 1 Mio. Zweitens: Die Kapitaleinlagereserve innert 30 Tagen nach Genehmigung der Jahresrechnung mit Formular 170 melden — sonst verliert sie die steuerfreie Rückzahlbarkeit.
Fritz BeckDeklaration Emissionsabgabe, Formular 170, Zahlungsbeleg
Einmalige Kosten der Kapitalerhöhung im Zielbild — Emissionsabgabe, Notariat, Handelsregister, Prüfungsbestätigung, Beratung57'260.00
Empfehlung. Zielbild B umsetzen, aber in dieser Reihenfolge: zuerst die MWST-Registrierung (Abschnitt 10), dann die Honorarrechnungen mit Mehrwertsteuer, dann die Fakturierung bei Skyline mit dem Steuerberater durchrechnen, dann der Beschluss. Zeigt sich, dass Skyline die Gewinnsteuer und die Bareinlage nicht aus eigenen Mitteln tragen kann, ist Szenario C die Rückfallposition: Den Differenzbetrag als Darlehen stehen lassen, bis der Baukredit fliesst. Den Nennwert bewusst tief ansetzen und den grösseren Teil als Kapitaleinlagereserve ausweisen — sie kann später steuerfrei zurückgeführt werden, Nennwertkapital nicht. Und den Handelsregistereintrag vor der Kreditzusage anstreben: Erst dann ist das Zielbild keine Pro-forma-Zahl mehr, sondern Bilanz.

12 · Fahrplan

Vier Termine bestimmen den Takt.

Sep 26Jetzt

MWST-Registrierung einreichen, dann Honorarrechnungen der Gruppe mit MWST und Zessionsvertrag; Belege beschaffen, Rangrücktritte unterzeichnen, Neubewertung auslösen, Anhang finalisieren. Danach kann Fritz Beck in Bexio buchen. Bis zum Verfalltag bleiben 16 Wochen.

Okt 26Kapitalerhöhung und Bankprozess

GV-Beschluss, Prüfungsbestätigung, Handelsregistereintrag — Eigenkapital CHF 5,47 Mio. Parallel Anschreiben an HBS, ZKB/AKB, Avera, Raiffeisen und St. Gallen; Datenraum aufsetzen; Zwischenabschluss, Pro-forma-Bilanz und Neubewertung ins Kreditdossier.

23.12.26Verfalltag Lex Koller

Liegt bis dahin kein rechtskräftiger Beschluss des Bezirksrates Winterthur vor, fallen beide Kaufverträge entschädigungslos dahin. Der härteste Termin im ganzen Projekt.

31.12.26Bilanzstichtag

Jahresabschluss des ersten Geschäftsjahres, Genehmigung durch die Generalversammlung, erste Steuererklärung. Vorher: Budget 2027 mit Plan bis 2030 und Detailschätzung Baunebenkosten (P-19).

13 · Offene Punkte

Einundzwanzig Pendenzen, sieben davon kritisch.

ABSCHLUSS30.06.2026GESELLSCHAFTSRECHTRangrücktritte einholenKapitalerhöhung beschliessenZugelassenen Revisor mandatierenSTEUERNMWST-Unterstellung prüfenVerdecktes EigenkapitalGewinnsteuer bei SkylineBELEGEEntwicklungsvertragHonorarrechnungKaufpreisaufteilung EL4894BEWERTUNGNeue VerkehrswertschätzungErtragswert CampusAnlage- oder UmlaufvermögenJeder Ast muss erledigt sein, bevor der Verwaltungsrat den Abschluss genehmigt.
Vier Äste, die zusammengehören. Kein Ast lässt sich isoliert erledigen: Die Bewertung entscheidet über die Aktivierung, die Belege über die Buchung, die Steuerfragen über die Reihenfolge und das Gesellschaftsrecht über den Zeitplan.
P-01 · Rangrücktrittserklärungen einholen kritisch

Skyline Properties GmbH (CHF 3'406'000) und Urbanstreet Development AG (CHF 1'960'000) müssen schriftlich und im Umfang der Darlehen den Rangrücktritt erklären (OR 725b Abs. 4). Die Aktiven übersteigen die Verbindlichkeiten nur um CHF 99'713.65 — jede Wertkorrektur über diesem Betrag führt ohne Rangrücktritt zur Überschuldung mit Anzeigepflicht an das Gericht. Die Rangrücktritte bleiben nötig, bis die Kapitalerhöhung im Handelsregister eingetragen ist — danach bestehen die Darlehen nicht mehr (Zielbild P-14).

VR / Patrick Hüppi · Frist: vor Genehmigung Abschluss
P-02 · Eigenkapitalpuffer sichern — Kapitalverlust vermeiden kritisch

Das ausgewiesene Eigenkapital beträgt CHF 99'713.65. Der Puffer bis zum Kapitalverlust nach OR 725a (Hälfte des Aktienkapitals = CHF 50'000) beträgt nur CHF 49'713.65. Jeder zusätzliche nicht aktivierbare Aufwand — Treuhand, Beratung, Notariat, Darlehenszinsen — verzehrt diesen Puffer. Bei Kapitalverlust muss die Jahresrechnung trotz Opting-out durch einen zugelassenen Revisor eingeschränkt geprüft werden. Nach der Kapitalerhöhung steigt der Puffer auf rund CHF 4,72 Mio — bis dahin gilt: keine vermeidbaren Kosten.

VR / CFO · Frist: laufend bis Kapitalerhöhung
P-03 · Werthaltigkeitsnachweis / aktuelle Bewertung beschaffen kritisch

Massgeblich für den Landvergleich ist BKP 0 mit CHF 7'401'154.75 oder CHF 650.65/m² Bauzone — nur diese Position ist mit Baulandpreisen vergleichbar. Gegenüber dem Whiteboard-Zielwert von CHF 800.–/m² ist sie gedeckt, gegenüber der Kalkulation 2022 von CHF 632.50/m² besteht eine rechnerische Unterdeckung von CHF 206'467. Die Planungs- und Architekturleistungen in BKP 296 (CHF 2'875'000) sind separat zu beurteilen: ihr Wert liegt im bewilligten Bauprojekt, nicht im Boden. Für die Aktivierung ist ein aktueller, datierter Wertnachweis erforderlich (OR 960a Abs. 3) — Verkehrswertschätzung des Landes plus Ertragswertrechnung des fertigen Campus. Die auf dem Whiteboard vorgesehene «Neue Bewertung intern (SV + Fin)» ist genau dieser Nachweis.

VR / Schätzungsexperte · Frist: vor Genehmigung Abschluss
P-04 · MWST-Registrierung vollziehen — vor jeder Rechnung kritisch

Der Verwaltungsrat hat am 04.09.2026 beschlossen, den Campus als gewerbliche Liegenschaft zu betreiben: Verzicht auf die Befreiung von der Steuerpflicht (Art. 11 MWSTG) mit Wirkung 01.01.2026 und Option für die Vermietung (Art. 22). Die Anmeldung bei der ESTV muss vor den Honorarrechnungen von Skyline Properties und Urbanstreet Development und vor dem Werkvertrag Methabau bestätigt sein — sonst wird die Vorsteuer auf diesen Rechnungen (CHF 434'646) Gegenstand einer Diskussion über die Rückwirkung. Effektive Methode, vierteljährlich; monatliche Abrechnung beantragen. Vorsteuerpotenzial gesamt rund CHF 2,90 Mio, davon CHF 2,47 Mio gegenüber Dritten (Abschnitt 10 im Cockpit, Blatt 18).

CFO / Steuerberater · Frist: sofort
P-05 · Verdecktes Eigenkapital — keine Darlehenszinsen ohne Prüfung hoch

Nach KS 6 ESTV ergibt sich verdecktes Eigenkapital von rund CHF 2'983'133. Zinsen auf diesem Teil sind steuerlich nicht abzugsfähig und gelten als geldwerte Leistung (Verrechnungssteuer 35 %). Solange die Darlehen zinslos geführt werden, besteht kein Risiko. Vor der ersten Zinsbelastung zwingend Steuerberater beiziehen. Mit dem Zielbild (Wandlung beider Forderungen) entfällt das verdeckte Eigenkapital vollständig.

CFO / Steuerberater · Frist: vor erster Zinsbelastung
P-06 · Entwicklungsvertrag und Honorarrechnungen als Belege beschaffen hoch

Für die Buchungen 12–14 braucht Fritz Beck Originalbelege: Entwicklungsvertrag Skyline Properties (Herleitung 1'250'000 + 2'156'000), Honorarrechnung Urbanstreet Development AG mit Leistungsnachweis und Abgrenzung 1./2. Etappe. Beide sind Transaktionen unter Nahestehenden und werden von Steueramt und Bank geprüft.

Patrick Hüppi · Frist: vor Buchung
P-07 · Bankkontoauszug per 30.06.2026 abstimmen hoch

Der Saldo von CHF 52'063.90 stammt aus dem Entwurf 2025 (unverändert per 19.05.2026). Bewegungen Januar bis Juni 2026 und die Kontoführungsgebühren H1 2026 sind über Buchung 18 nachzuführen.

Fritz Beck · Frist: vor Abschluss
P-08 · Lex-Koller-Verfahren — Status Bezirksrat Winterthur dokumentieren mittel

Der Feststellungsbeschluss nach Art. 17 BewG steht aus. Liegt bis 23.12.2026 kein rechtskräftiger Beschluss vor, fallen beide Kaufverträge entschädigungslos dahin. Der aktuelle Verfahrensstand gehört in den Anhang und in die Bankunterlagen.

Patrick Hüppi / Notariat · Frist: laufend
P-09 · Abgrenzung Anlage- oder Umlaufvermögen im VR beschliessen mittel

Der Gesellschaftszweck nennt Betrieb, Verwaltung und Unterhalt — das spricht für Anlagevermögen (Renditeobjekt). Bei Verkaufsabsicht wären Land und Projekt als Vorräte im Umlaufvermögen zu führen, mit Bewertung zum Niederstwert. Die Zuordnung steuert Bewertung, Abschreibung und Steuerfolgen und ist im VR-Protokoll festzuhalten.

VR · Frist: vor Genehmigung Abschluss
P-10 · Sitzgesellschaft vermeiden — Mietvertrag abschliessen mittel

Auf dem Whiteboard ist «Sitzgesellschaft: nein» festgehalten. Damit die Qualifikation standhält, braucht die Tetris AG einen echten Mietvertrag für Geschäftsräume und eigene Infrastruktur (Konto 6000).

VR / CFO · Frist: bis 31.12.2026
P-11 · Steueramt über verlängertes erstes Geschäftsjahr informieren mittel

Für 2025 wird kein Abschluss eingereicht. Das ist zulässig: Nach Zürcher Steuerbuch Nr. 83.1 darf die erste Steuerperiode weniger als 24 Monate dauern, und nur im Gründungsjahr entfällt die Pflicht zum jährlichen Abschluss. Das kantonale Steueramt ist trotzdem schriftlich über das erste Geschäftsjahr vom 27.03.2025 bis 31.12.2026 zu informieren, damit keine Ermessensveranlagung 2025 ergeht. Die Kapitalsteuer wird pro rata temporis auf 21 Monate erhoben.

Fritz Beck · Frist: sofort
P-12 · Betragshöhe Architekturleistungen final bestätigen mittel

Der Whiteboard-Vermerk nennt CHF 1'960'000 für Urbanstreet Development (BKP 296 total rund CHF 2'875'000, «~3 Mio inkl. NK + Ingesa»). Falls die genannten «rund 3 Mio» ausschliesslich Urbanstreet Development betreffen, erhöht sich die Position auf CHF 3'000'000 und BKP 296 auf rund CHF 3'915'000.

Patrick Hüppi · Frist: vor Buchung
P-13 · Honorarrechnungen der Gruppe mit MWST ausstellen und den Zahlungskreislauf festlegen hoch

Die Beträge von CHF 3'406'000 und CHF 1'960'000 gelten als Nettobeträge (exkl. MWST). Skyline Properties und Urbanstreet Development fakturieren nach der Registrierung der Tetris AG mit 8,1 % MWST (CHF 275'886 und CHF 158'760). Die Tetris AG zieht die Vorsteuer ab, erhält sie von der ESTV zurück und bezahlt den MWST-Anteil in bar an die Rechnungsstellerinnen; nur der Nettobetrag bleibt Darlehen und wird gewandelt. Beide Gesellschaften müssen die Umsatzsteuer innert 60 Tagen nach Quartalsende abliefern — der Rückfluss aus der Tetris AG ist zeitlich darauf abzustimmen. Alternative: Gruppenbesteuerung nach Art. 13 MWSTG prüfen (P-21).

CFO / Fritz Beck / Skyline / Urbanstreet Development · Frist: vor Fakturierung
P-14 · Kapitalerhöhung umsetzen — Zielbild: beide Forderungen werden Eigenkapital kritisch

Der Verwaltungsrat hat am 04.09.2026 das Zielbild festgelegt: Entwicklungsleistung Skyline Properties (CHF 3'406'000) und Architekturleistung Urbanstreet Development (CHF 1'960'000) werden durch eine Kapitalerhöhung mit Verrechnungsliberierung in Eigenkapital gewandelt — Szenario B. Eigenkapital danach CHF 5'468'454, Quote 52,9 %, kein verdecktes Eigenkapital, keine Darlehen Nahestehender mehr. Zu entscheiden bleibt der Weg: (B1) Urbanstreet Development tritt ihre Forderung an Skyline ab, Skyline zeichnet alles und bleibt Alleinaktionärin; (B2) Urbanstreet Development zeichnet direkt und hält danach rund 32,5 % der Tetris AG (325'100 von 1'000'000 Aktien). Die Zahlen der Tetris AG sind in beiden Wegen identisch. Einmalige Kosten CHF 57'260, davon CHF 45'260 Emissionsabgabe; Bareinlage von CHF 60'000 nötig, weil die Kasse die Abgabe nicht deckt. Solange der Handelsregistereintrag fehlt, zeigt der Zwischenabschluss die Darlehen — das Zielbild ist eine Pro-forma-Bilanz (Abschnitt 11, Blätter 10 bis 12).

VR / Notariat / zugelassener Revisor · Frist: Oktober 2026, vor Kreditzusage
P-15 · Bexio einrichten — Kontenplan, Projekte, Belegablage tief

Kontenplan gemäss Blatt 01 erfassen, Projekt «Campus Elgg 1. Etappe» anlegen, BKP als Projektunterteilung abbilden und alle Belege digital an die Buchungen hängen.

Fritz Beck · Frist: vor Buchung
P-16 · Aufteilung des Kaufpreises EL4894 belegen hoch

Im Kaufvertrag Keller Prefadom AG sind Katasternummer, Fläche und Einzelkaufpreise der beiden Teilobjekte geschwärzt; belegt ist nur das Total von CHF 2'977'205. Die Aufteilung in CHF 2'965'950 Gewerbezone (6'417 m²) und CHF 11'255 Landwirtschaftszone (2'251 m²) stützt sich allein auf die handschriftliche Kaufpreisberechnung. Für die Buchungen 10 und 11 braucht Fritz Beck einen prüffähigen Beleg: die vollständige Vertragsausfertigung oder die Mutationsurkunde des Geometers. Bis dahin ist die Aufteilung als Schätzung zu kennzeichnen.

Patrick Hüppi / Notariat Elgg · Frist: vor Buchung
P-17 · Steuerfolge der Fakturierung bei Skyline vor der Wandlung durchrechnen kritisch

Die Fakturierung des Entwicklungshonorars von CHF 3'406'000 löst bei der Skyline Properties GmbH die Gewinnsteuer aus — unabhängig davon, ob die Forderung später in Eigenkapital gewandelt wird. Je nachdem, ob die eigenen Entwicklungskosten dort noch als angefangene Arbeiten aktiviert sind oder in früheren Jahren bereits als Aufwand verbucht wurden, beträgt die Steuer rund CHF 334'000 oder rund CHF 596'000. Nach der Wandlung hat Skyline keine Forderung mehr, aus der sich die Steuer bezahlen liesse. Vor der Rechnungstellung entscheiden, nicht danach.

CFO / Steuerberater / Skyline · Frist: vor Fakturierung
P-18 · Freibetrag bei der Emissionsabgabe bestätigen lassen hoch

Die Kapitalerhöhung löst eine Emissionsabgabe von 1 % aus. Mit dem Freibetrag von CHF 1 Mio beträgt sie im Zielbild (Szenario B) CHF 45'260, ohne ihn CHF 54'260; in Szenario A CHF 25'060 beziehungsweise CHF 34'060. Der Freibetrag nach Art. 6 Abs. 1 lit. h StG gilt unabhängig von der Liberierungsart; die vorgängige Abstimmung mit der ESTV dient der Sicherheit. Zudem reicht die Kasse der Tetris AG (CHF 52'064) im Zielbild nicht für Abgabe und Kosten von CHF 57'260 — die Bareinlage von CHF 60'000 ist deshalb kein Detail, sondern eine Bedingung.

Fritz Beck / Steuerberater · Frist: vor GV-Beschluss
P-19 · Baunebenkosten BKP 5 — Quartierplan-Erschliessung detailliert schätzen hoch

Der Kostenvoranschlag Methabau führt BKP 5 mit CHF 621'263 (TU 71'263, Bauherren-Platzhalter 550'000 für Anschlussgebühren); die Quartierplan-Erschliessung ist darin nicht enthalten. Die Urbanstreet-Kalkulation für den Gesamtcampus rechnet mit BKP 5 von CHF 3'540'000, davon CHF 1'895'000 Quartierplan-Erschliessung. Der VR setzt BKP 5 für die 1. Etappe vorläufig auf CHF 1'700'000 (Ergänzung CHF 1'078'737 über den KV hinaus). Die Gesamtinvestition steigt damit auf CHF 41'755'846. Eine Detailschätzung — Strassen, Werkleitungen, Anschlussgebühren, Perimeterbeiträge, Anteil 1. gegen 2. Etappe — ist vor dem Werkvertrag nachzureichen.

Patrick Hüppi / Urbanstreet Development · Frist: vor Werkvertrag
P-20 · MWST-Option und Nutzungsmix — Wohnflächen vor der Baufreigabe entscheiden kritisch

Für Flächen, die ausschliesslich Wohnzwecken dienen, ist die Option nach Art. 22 Abs. 2 lit. b MWSTG ausgeschlossen. Die Wochenaufenthalter-Einheiten des Campursus-Konzepts (Solo, Loft, Studio) sind deshalb die Weiche: als Wohnungen vermietet, geht die Vorsteuer auf ihrem Flächenanteil verloren; als Beherbergung mit Hotelservices betrieben (Sondersatz 3,8 %) bleibt der Vorsteuerabzug erhalten. Beherbergung ist zugleich ein anderes Betriebsmodell — höhere Betriebskosten, Personal, kürzere Laufzeiten — und verändert damit auch die Ertragswertrechnung. Vor der Baufreigabe mit dem Steuerberater den Nutzungsmix festlegen und die Vorsteuerquote (Art. 30) berechnen.

VR / Steuerberater / Urbanstreet Development · Frist: vor Baufreigabe
P-21 · Gruppenbesteuerung nach Art. 13 MWSTG prüfen tief

Skyline Properties, Tetris AG und allenfalls Urbanstreet Development stehen unter einheitlicher Leitung und könnten sich als MWST-Gruppe abrechnen. Vorteil: Rechnungen innerhalb der Gruppe sind nicht steuerbar, der Zahlungskreislauf von CHF 434'646 entfällt. Nachteil: solidarische Haftung aller Mitglieder für die MWST der Gruppe und gemeinsame Abrechnung. Nur sinnvoll, wenn die Gruppe dauerhaft so bleibt.

CFO / Steuerberater · Frist: vor Fakturierung

14 · Fragen und Vorschläge zurück an den Verwaltungsrat

Sechs Punkte, bei denen eine Entscheidung mehr wert ist als eine Buchung.

Ist der Campus Anlage- oder Umlaufvermögen?
Der Gesellschaftszweck nennt Planung, Finanzierung, Realisierung, Betrieb, Verwaltung und Unterhalt eines Gewerbecampus. Das spricht klar für Anlagevermögen, also für ein Renditeobjekt, das gehalten wird — so ist dieser Abschluss aufgebaut. Die Entwicklungs- und Gewinnberechnung von 2022 rechnet dagegen mit dem Verkauf von sieben Gewerbehäusern. Bei Verkaufsabsicht wären Land und Projekt als Vorräte im Umlaufvermögen zu führen, bewertet zum niedrigeren von Anschaffungswert und Nettoveräusserungswert. Die Zuordnung steuert Bewertung, Abschreibung, Grundstückgewinnsteuer und die Behandlung im Verkaufsfall. Sie gehört als expliziter Beschluss ins VR-Protokoll — nicht als stillschweigende Annahme des Buchhalters.
Betreffen die «rund 3 Mio» nur Urbanstreet Development oder das ganze BKP 296?
Die Whiteboard-Notiz liest sich als «BKP 296: rund 870'000 Keller plus 1,96 Mio Development, zusammen rund 3 Mio inklusive Nebenkosten und Ingesa». So ist es hier gerechnet: BKP 296 beträgt CHF 2'875'000. Falls die genannten drei Millionen ausschliesslich Urbanstreet Development betreffen, erhöht sich diese Position auf CHF 3'000'000 und BKP 296 auf rund CHF 3'915'000 — mit entsprechend höherem Darlehen und höherem verdecktem Eigenkapital. Ein Satz Bestätigung genügt, dann ist die Zahl gesetzt.
Weg B1 oder B2 — bleibt Skyline Alleinaktionärin?
Das Zielbild lässt sich auf zwei Wegen erreichen. Weg B1: Die Urbanstreet Development AG tritt ihre Forderung von CHF 1'960'000 an die Skyline Properties GmbH ab, Skyline zeichnet die ganze Kapitalerhöhung und bleibt Alleinaktionärin; Skyline schuldet Urbanstreet dafür den Kaufpreis der Zession. Weg B2: Urbanstreet Development zeichnet direkt und hält danach rund 32,5 Prozent der Tetris AG (325'100 von 1'000'000 Aktien); das braucht einen Aktionärbindungsvertrag, erspart aber Zession und Schuld bei Skyline. Für die Tetris AG sind Bilanz, Abgabe und Quote identisch. Empfehlung: B1, wenn die Einfachheit der Struktur («ein Aktionär») für Bank und Investoren zählt; B2, wenn Skyline die Zession nicht finanzieren soll.
Wochenaufenthalter-Einheiten: Wohnen oder Beherbergung?
Mit der MWST-Option wird der Nutzungsmix zur Steuerfrage. Flächen, die ausschliesslich Wohnzwecken dienen, können nicht optiert werden (Art. 22 Abs. 2 lit. b MWSTG); auf ihrem Anteil ist die Vorsteuer verloren. Werden die Solo-, Loft- und Studio-Einheiten dagegen als Beherbergung mit Hotelservices betrieben — Reinigung, Wäsche, Frühstück, kurze Laufzeiten — sind sie zum Sondersatz von 3,8 Prozent steuerbar, und der Vorsteuerabzug bleibt vollständig. Das ist auch ein Betriebsmodell-Entscheid: Beherbergung heisst Betrieb, Wohnen heisst Verwaltung. Vor der Baufreigabe mit dem Steuerberater festlegen (P-20).
Sollen die Darlehen bis zur Wandlung verzinst werden?
Empfehlung: nein. Zinsen würden erstens den Puffer bis zum Kapitalverlust sofort aufbrauchen — bei 2 Prozent auf CHF 5,4 Mio sind das über CHF 100'000 pro Jahr gegenüber einem Puffer von CHF 49'714. Zweitens wären sie im Umfang des verdeckten Eigenkapitals steuerlich nicht abzugsfähig und würden als geldwerte Leistung mit 35 Prozent Verrechnungssteuer belastet. Mit dem Zielbild erübrigt sich die Frage: Nach der Wandlung gibt es keine Darlehen Nahestehender mehr. Bauzinsen der Bank können nach OR 960a Abs. 1 aktiviert werden — sie belasten das Ergebnis dann nicht.
Was braucht es, damit die Tetris AG nicht als Sitzgesellschaft gilt?
Auf dem Whiteboard ist «Sitzgesellschaft: nein» festgehalten, mit dem Stichwort Mietvertrag. Damit diese Qualifikation standhält, braucht die Gesellschaft mehr als eine Domiziladresse: einen echten Mietvertrag für Geschäftsräume, eigene Infrastruktur und einen entsprechenden Aufwand in der Erfolgsrechnung (Konto 6000). Das ist relevant für die kantonale Besteuerung, für die Bank und für die Sorgfaltspflichten nach Geldwäschereigesetz. Der Mietaufwand belastet allerdings wiederum den dünnen Eigenkapitalpuffer — auch das spricht dafür, die Wandlung der Darlehen zeitlich vorzuziehen.

15 · Unterlagen

Alle Grundlagen an einem Ort — zum Öffnen oder Herunterladen.

Sieben Quelldokumente, die Investorenanalyse, die Arbeitsmappe, die Präsentation und der Quellcode. Jeder Link zeigt auf eine Datei im selben Ordner wie diese Seite; wer den Link zur Website hat, hat Zugriff auf alles.

Noch zu beschaffen: Entwicklungsvertrag Skyline Properties, Honorarrechnungen der Gruppe mit MWST und Leistungsnachweis, Zessionsvertrag (Weg B1), Rangrücktrittserklärungen bis zur Wandlung, Bankkontoauszug per 30. Juni 2026, aktuelle Bewertung Campus Elgg, Detailschätzung Baunebenkosten sowie der Verfahrensstand beim Bezirksrat Winterthur. Ohne diese Unterlagen kann der Abschluss nicht genehmigt werden.

16 · Änderungsprotokoll

Version 4.0, Stand 04.09.2026. Vier Fassungen, jede Änderung mit Grund.

Version 1.0 war die Grundaufbereitung für Fritz Beck, Version 2.0 ergänzte die Eigenkapitalsimulation mit Dunkelmodus und Grafiken, Version 3.0 war die kritische Gesamtdurchsicht, Version 4.0 setzt die drei Entscheide vom 4. September 2026 um: Zielbild Eigenkapital, MWST-Option, Baunebenkosten. Korrekturen an Zahlen oder Rechtsgrundlagen sind braun hinterlegt, Ergänzungen der Version 4.0 grün.

VersionDatumNr.BereichWas geändert wurdeWarum / Wirkung
1.012.08.20261.01GrundlagenSieben Quelldokumente ausgewertet, inkl. Whiteboard-Notizen und handschriftlicher Kaufpreisberechnung.Alle Beträge des Zahlenwerks sind auf ein Quelldokument rückführbar (Blatt Belegverzeichnis).
1.012.08.20261.02EntscheideVier Entscheide des Verwaltungsrates eingeholt: Landkauf bilanzieren, Entwicklungsgewinn CHF 3'406'000, MWST nicht registriert, Zwischenabschluss im Langjahr.Das Zahlenwerk beruht auf ausdrücklichen Entscheiden, nicht auf Annahmen.
1.012.08.20261.03BuchungslogikAufwand-oder-Aktivierung über das Gesamtkostenverfahren mit Konto 3700 gelöst.Erfüllt die Vorgabe der Geschäftsleitung (Kosten sichtbar) und den Einwand des Buchhalters (Aktivierung) zugleich.
1.012.08.20261.04ZahlenwerkBilanz, Erfolgsrechnung, Buchungsjournal mit 18 Sätzen, BKP-Kostenträgerrechnung, Kaufpreisherleitung, Werthaltigkeit, verdecktes Eigenkapital, Gesamtinvestition.Aktiven 10'328'218.65 = Passiven; BKP-Total = Anlagevermögen; alle Kontrollen null.
1.012.08.20261.05CockpitCockpit im Urbanstreet-Erscheinungsbild mit Verlinkung aller PDF, Cloudflare-Paket und Anleitung.Ein Ort für Verwaltungsrat, Buchhalter und Bank.
1.012.08.20261.06PrüfungAdversarische Prüfung des Zahlenwerks: keine Rechenfehler; vier innere Unstimmigkeiten korrigiert (Werthaltigkeits-Bezugsbasis, Rundung 33,9 %, Vorsteuer-Aufzählung, Blattzahl).Werthaltigkeit wird seither einheitlich auf BKP 0 bezogen.
1.012.08.20261.07PendenzenP-16 ergänzt: Aufteilung des Kaufpreises EL4894 ist im Vertrag geschwärzt, nur die Handnotiz belegt sie.Buchungen 10 und 11 brauchen einen prüffähigen Beleg.
2.012.08.20262.01SimulationDrei neue Excel-Blätter: Eigenkapitalsimulation Tetris AG (drei Szenarien), Simulation Skyline Properties GmbH, Ablauf der Kapitalerhöhung.Antwort auf die Frage, wie die Wandlung der Darlehen in Eigenkapital auf beiden Seiten wirkt.
2.012.08.20262.02SimulationEmissionsabgabe (1 % über CHF 1 Mio), Kapitalerhöhungskosten und Liquiditätsfolge modelliert.Szenario A kostet CHF 37'060 in bar; Szenario B ist ohne Bareinlage von CHF 60'000 nicht finanzierbar.
2.012.08.20262.03SimulationSteuer- und Liquiditätswirkung bei Skyline: Gewinn entsteht mit der Fakturierung, nicht mit der Wandlung; Deckungslücke rund CHF 284'000.Die Wandlung spart keine Steuern, sie nimmt Skyline die Mittel, sie zu bezahlen.
2.012.08.20262.04CockpitDunkelmodus mit Umschalter, aus derselben Palette abgeleitet; alle Kontraste nachgerechnet.Schwächster Kontrast 4.5 — alle Kombinationen lesbar.
2.012.08.20262.05CockpitSieben Grafiken: Gruppenstruktur, Buchungslogik, Kapitalstruktur, Eigenkapital-Wasserfall, Szenarienvergleich, Ablaufdiagramm, Mindmap der Entscheide.Alle Grafiken nutzen CSS-Variablen und funktionieren in Hell und Dunkel ohne zweite Fassung.
2.012.08.20262.06KorrekturPuffer bis zum Kapitalverlust nach OR 725a korrigiert: Schwelle schliesst die nicht rückzahlbare gesetzliche Kapitalreserve (OR 671 Abs. 2) ein.Puffer in Szenario A 2'718'654 statt 2'968'654 — die frühere Zahl war um ein Viertel des Aktienkapitals zu hoch.
2.012.08.20262.07KorrekturOR 652f: Prüfungsbestätigung durch einen zugelassenen Revisor, nicht Revisionsexperten.Falschzitat behoben.
2.012.08.20262.08KorrekturBundesgerichtsentscheid 9C_610/2022 als Beleg für den Freibetrag entfernt — er betrifft den Sanierungsfreibetrag (lit. k), nicht lit. h.Vorbehalt bleibt, Referenz war falsch.
2.012.08.20262.09KorrekturKonto 2207 «Geschuldete Stempelabgaben» für die Emissionsabgabe eingeführt; vorher fälschlich auf 2206 Verrechnungssteuer.Saubere Kontierung.
2.012.08.20262.10KorrekturWerthaltigkeit der Beteiligung bei Skyline: Unterdeckung 37'346.35 = Abgabe und Kosten 37'060 plus aufgelaufener Verlust 286.35 — Formulierung «entspricht genau» ersetzt.Präzision.
2.012.08.20262.11KorrekturAlter Wandlungsblock im Cockpit (33,9 % ohne Abgabe) entfernt und durch Verweis auf die Simulation ersetzt; Pendenz P-14 auf 33,7 % gestellt.Kein Widerspruch mehr zwischen zwei Fassungen derselben Rechnung.
2.012.08.20262.12PendenzenP-17 (Steuerfolge der Fakturierung bei Skyline) und P-18 (Freibetrag Emissionsabgabe) ergänzt.Zwei Entscheide, die vor der Fakturierung fallen müssen.
3.001.09.20263.01AnhangNeues Blatt 05 «Anhang» und neuer Cockpit-Abschnitt: vollständiger Anhang zum Zwischenabschluss nach OR 959c und OR 960f in 17 Ziffern, mit Eigenkapitalnachweis.OR 960f verlangt für jeden Zwischenabschluss einen Anhang mit Zweck, Vereinfachungen und wesentlichen Einflussfaktoren — er fehlte bisher, obwohl das Cockpit an sieben Stellen auf ihn verwies.
3.001.09.20263.02RechtsgrundlageZitat «OR 959c Abs. 2 Ziff. 4» für die Offenlegung nahestehender Geschäfte entfernt — Ziff. 4 betrifft eigene Aktien. Die Angabe ist im OR nicht vorgeschrieben; sie wird als Erläuterung nach Abs. 1 Ziff. 2 geführt.Falschzitat behoben; Anhang Ziffer 9 kennzeichnet die Angabe als freiwillig.
3.001.09.20263.03RechtsgrundlageLänge des ersten Geschäftsjahres verifiziert: Kanton Zürich (ZStB 83.1) lässt eine erste Steuerperiode unter 24 Monaten zu; 21 Monate sind zulässig. Pendenz P-11 entsprechend präzisiert.Nimmt eine offene Rechtsfrage vom Tisch; die Meldung an das Steueramt bleibt nötig.
3.001.09.20263.04RechtsgrundlagePendenz P-01: Formulierung «bei jeder weiteren Wertkorrektur überschuldet» durch die exakte Schwelle ersetzt — Überschuldung ab einer Wertkorrektur von mehr als CHF 99'713.65.Präzision statt Dramatik.
3.001.09.20263.05KapitalerhöhungSchritt 9 des Ablaufs um die Meldung der Kapitaleinlagereserven an die ESTV (Formular 170, innert 30 Tagen nach Genehmigung der Jahresrechnung) ergänzt.Ohne Meldung verliert die Reserve ihre steuerfreie Rückzahlbarkeit.
3.001.09.20263.06CockpitAbschnitte neu durchnummeriert (bisher fehlten 09 und 10); Eigenkapitalsimulation direkt hinter Steuern und Finanzierungsstruktur verschoben; Änderungsprotokoll als Abschnitt 15 ergänzt.Logischer Lesefluss: Ist-Zustand, Steuern, Simulation, Fahrplan, Pendenzen.
3.001.09.20263.07CockpitFahrplan auf September 2026 nachgeführt; Kennzahl «Gesamtinvestition» neutral statt grün markiert; Versions- und Standvermerk in Kopf- und Fusszeile.Eine Investitionssumme ist kein positives Signal; Stand muss erkennbar sein.
3.001.09.20263.08ExcelBlätter neu nummeriert (Anhang als 05, Änderungsprotokoll als 17); alle Querverweise in Texten und Formeln nachgeführt; Inhaltsverzeichnis auf Blatt 00 aktualisiert.Formeln zwischen den Blättern bleiben intakt — Neuberechnung ohne Fehler.
3.001.09.20263.09ExcelBlatt Bexio-Import: Beschreibung korrigiert — Bexio importiert Buchungssätze je nach Ausbaustufe nur über die Schnittstelle; das Blatt dient als Erfassungsvorlage.Keine falsche Erwartung an eine Importfunktion.
3.001.09.20263.11RechtsgrundlageZweite Prüfrunde: OR 960f richtig zitiert — Zweck, Vereinfachungen und Einflussfaktoren stehen in Abs. 2 Ziff. 1 bis 3, die Bezeichnungspflicht in Abs. 3; einen Abs. 4 gibt es nicht.Drei falsche Absatzangaben im Anhang behoben.
3.001.09.20263.12RechtsgrundlageGründungskosten: Zitat «OR 960a Abs. 2» (Folgebewertung) durch «OR 959 Abs. 2» (fehlende Aktivierungsvoraussetzung) ersetzt — Kontenplan, Erfolgsrechnung, Cockpit.Falschzitat behoben.
3.001.09.20263.13AnhangNeue Ziffer 11 «Ausserordentliche, einmalige oder periodenfremde Positionen» (OR 959c Abs. 2 Ziff. 12) für die Ingesa-Vergleichszahlung; Ziffer 14 um die Angabe zu eigenen Sicherheiten (Ziff. 9) ergänzt.Zwei Pflichtangaben, die im ersten Entwurf des Anhangs fehlten.
3.001.09.20263.14RechtsgrundlageOR 725a-Warnung präzisiert: Ohne Revisionsbericht ist der Genehmigungsbeschluss nichtig (OR 731 Abs. 3), nicht bloss anfechtbar. Emissionsabgabesatz nun mit Art. 8 Abs. 1 lit. a StG belegt. Sechsmonatsregel für den Zwischenabschluss als Praxis, nicht als Gesetz bezeichnet.Drei überzogene oder ungenaue Rechtsaussagen korrigiert.
3.001.09.20263.15KorrekturNach der Umnummerierung verbliebene Verweise nachgezogen: «Blatt 09» für das verdeckte Eigenkapital, «Blätter 10 bis 12» in P-14, «Abschnitt 10» für die Simulation; letzter «Revisionsexperte» in der Kostenübersicht ersetzt; zweite Gesamtinvestitions-Kachel neutral gestellt; Fahrplan Bankprozess auf Oktober; Pendenzen-Lede «fünf vor der Buchung».Befunde der zweiten unabhängigen Prüfung.
3.001.09.20263.10PaketQuellcode (Datenmodell und Generatoren) als separates Archiv beigelegt; Anleitung entsprechend angepasst.Wer eine Zahl ändern will, ändert sie an einer Stelle — Cockpit und Excel bleiben deckungsgleich.
3.103.09.20263.16KorrekturHandelsregister-Nummer berichtigt: CH-020.3.055.469-8 statt CHZ-020.3.055.469-8 (Blatt 00 Stammdaten, Cockpit). Der Tippfehler stammt aus dem Entwurf Jahresabschluss 2025 und wurde von dort übernommen; Abgleich mit dem Handelsregister (Moneyhouse, letzte Meldung 10.04.2025).Stammdaten stimmen mit dem Handelsregister überein. Hinweis: Der Entwurf 2025 (Dokument D-01) enthält den Fehler weiterhin.
4.004.09.20264.01EntscheideDrei neue Entscheide des Verwaltungsrates vom 04.09.2026 aufgenommen: (a) Zielbild Eigenkapital — Entwicklungsleistung Skyline Properties und Architekturleistung Urbanstreet Development werden beide gewandelt (Szenario B); (b) MWST — Verzicht auf die Befreiung von der Steuerpflicht und Option der Vermietung; (c) BKP 5 Baunebenkosten vorläufig CHF 1'700'000.Das Paket zeigt jetzt das Bild, das Bank und Investoren sehen sollen — und bleibt zugleich OR-konform.
4.004.09.20264.02EigenkapitalKennzahlen in Cockpit und Excel zeigen neu das Eigenkapital nach der Kapitalerhöhung (Zielbild: CHF 5'468'454, Quote 52,9 %, verdecktes Eigenkapital null, Puffer bis Kapitalverlust CHF 4'718'454) als führende Zahl; der Ist-Wert per 30.06.2026 (CHF 99'714, 1,0 %) bleibt als Ausgangslage daneben stehen. Bilanz um eine Pro-forma-Spalte «nach Kapitalerhöhung» ergänzt.Die Quote von einem Prozent ist die Vergangenheit — die Bank soll das Zielbild lesen, aber wissen, dass es bis zum Handelsregistereintrag pro forma ist.
4.004.09.20264.03SimulationSzenario B ist neu das Zielbild; Skyline-Seite (Blatt 11) auf beide Forderungen umgestellt: Zession der Urbanstreet-Forderung (Weg B1) und Bareinlage CHF 60'000 als Stellhebel, Beteiligungsbuchwert CHF 5'526'000, Deckungslücke Steuer plus Bareinlage rund CHF 293'550 (Annahme flüssige Mittel Skyline CHF 100'000). Weg B2 (Direktbeteiligung Urbanstreet Development, rund 32,5 %) als Alternative beschrieben.Die Zahlen der Tetris AG sind in beiden Wegen identisch; der Verwaltungsrat entscheidet nur über das Aktionariat.
4.004.09.20264.04MWSTNeuer Cockpit-Abschnitt 10 und neues Excel-Blatt 18 «MWST-Option»: Registrierung (Art. 11, Wirkung 01.01.2026), Reihenfolge Registrierung vor Rechnung, Vorsteuertabelle (rund CHF 2,90 Mio, davon CHF 2,47 Mio gegenüber Dritten), gruppeninterner Zahlungskreislauf von CHF 434'646, Mieterwirkung, Wohnnutzungs-Weiche (Art. 22 Abs. 2 lit. b), zwanzigjährige Bindung (Art. 31 Abs. 3), Buchungssätze und Checkliste.Beantwortet die Frage des Verwaltungsrates, was die Option sonst noch auslöst — die Wohnnutzungs-Weiche ist der teuerste Punkt darin.
4.004.09.20264.05MWSTKontenplan: Hinweise zu 1170/1171/2200/2201 auf die Registrierung umgestellt, Konto 3001 «Ertrag aus Vermietung ohne Option» ergänzt. Anhang Ziffer 16 auf den Beschluss umgeschrieben; Ziffer 15 um die Entscheide vom 04.09.2026 ergänzt. Der Zwischenabschluss per 30.06.2026 selbst bleibt unverändert: Per Stichtag lag keine Rechnung mit MWST vor.Buchhaltung ist vorbereitet, Zahlenwerk per Stichtag bleibt stabil.
4.004.09.20264.06ZahlenwerkBKP 5 Baunebenkosten von CHF 621'263 (KV Methabau: TU 71'263, Bauherren-Platzhalter 550'000) auf CHF 1'700'000 gesetzt (Annahme VR, Details folgen). Herkunft dokumentiert: Die Quartierplan-Erschliessung fehlt im KV; die Urbanstreet-Kalkulation für den Gesamtcampus rechnet mit BKP 510 CHF 1'895'000. Erstellungskosten neu CHF 31'479'691, Gesamtinvestition CHF 41'755'846 (bisher 40'677'109). Blatt 06, 08, 13, Cockpit-Kennzahlen und Präsentation nachgeführt; Pendenz P-19.Der Kostenvoranschlag bleibt als Dokument unverändert; die Ergänzung ist als Bauherrenposition getrennt ausgewiesen.
4.004.09.20264.07PräsentationDeck auf das Zielbild umgestellt: Eigenkapital 5,47 Mio (53 %) statt 3,47 Mio (34 %), keine nachrangigen Gruppendarlehen mehr; Gesamtinvestition 41,8 Mio; Erstellungskosten 31,5 Mio inkl. Quartierplan; Eigenkapitalbedarf Bauphase rund 11 Mio im Base Case, 7 Mio bei Mietzins +10 %, bis 15 Mio bei 5 % Kapitalisierung (bisher 6 bis 10); MWST-Option als Beschluss statt als Hebel; Risiko «Wohnnutzung und Option» ergänzt; Zeitplan mit MWST-Registrierung im September.Ehrlich bleibt: Der Ertragswert der 1. Etappe (38,7 Mio Base Case) liegt jetzt 3,1 Mio unter der Gesamtinvestition — die Hebel Mietzins, Kapitalisierungssatz und Vorvermietung sind dadurch wichtiger geworden.
4.004.09.20264.08CockpitAbschnitt 08 Werthaltigkeit um die Gegenprobe über den Ertragswert der 1. Etappe (Betriebsrechnung und Sensitivität aus der Präsentation) ergänzt, damit Cockpit und Deck dieselbe Rechnung zeigen. Abschnitte neu nummeriert (MWST als 10, Simulation 11, Fahrplan 12, Pendenzen 13, Fragen 14, Unterlagen 15, Protokoll 16).Eine Rechnung, zwei Ausgabeformen — keine zweite Wahrheit.
4.004.09.20264.09PendenzenP-04 (MWST) und P-14 (Kapitalerhöhung) auf «kritisch» gestellt und auf die Beschlüsse umgeschrieben; P-13 auf den Zahlungskreislauf der Gruppenrechnungen umgestellt; P-01, P-02, P-05, P-18 mit dem Zielbild abgeglichen; neu P-19 (BKP 5 Detailschätzung), P-20 (Wohnnutzung und Option, kritisch), P-21 (Gruppenbesteuerung). Neu 21 Pendenzen.Die Reihenfolge ist jetzt eindeutig: registrieren, fakturieren, wandeln, finanzieren.
4.004.09.20264.10PaketCloudflare-Paket erweitert: Abschnitt «Unterlagen» im Cockpit verlinkt neu auch die Präsentation, die Investorenanalyse, das Änderungsprotokoll, die Anleitung und das Quellcode-Archiv — alles zum Herunterladen von der Website.Fritz Beck erhält mit dem Link Zugriff auf sämtliche Grundlagen, ohne einzelne Dateien zu erfragen.
4.004.09.20264.11PrüfungAdversarische Prüfung der Version 4.0 (25 Befunde), alle umgesetzt — die wichtigsten: Ingesa aus dem Gruppenkreislauf genommen (Urbanstreet-MWST 158'760, Gruppe 434'646); Anschlussgebühren (550'000) und PV-Subvention ohne Vorsteuer (Dritte 2,47 Mio, total 2,90 Mio); Deck nennt nur die Vorsteuer gegenüber Dritten als Liquiditätsvorteil; Eigenkapitalbedarf als Base Case 11 Mio mit Bandbreite 7 bis 15 statt «7 bis 11»; Belehnung im Deck auf BKP 0 (7,40 Mio, 67,6 %) statt Bilanzwert 8,27 Mio; «632.50» als Kalkulation 2022 statt «Schätzung»; «350/m²» als Kaufpreisberechnung, nicht als beurkundet; «geprüft» durch «ungeprüft» ersetzt; «Festpreis» durch «Pauschalpreis angestrebt»; Hinweis, dass das Eigenkapital aus aktivierten Gruppenleistungen besteht.Eine Kreditabteilung findet diese Punkte in der ersten Stunde — besser, wir benennen sie selbst.
4.004.09.20264.12RechtsgrundlageEmissionsabgabe: Entstehung mit dem Handelsregistereintrag (Art. 7 Abs. 1 lit. a StG), Fälligkeit 30 Tage nach Quartalsende (Art. 11 lit. b StG) statt «30 Tage nach Eintrag»; ohne Freibetrag 54'260 statt 55'260 (Gründungskapital nicht nochmals belastet); Freibetrag gilt unabhängig von der Liberierungsart. OR 650 Abs. 3: Anmeldung innert sechs Monaten, nicht Eintrag. OR 652e Ziff. 2: Bestand und Verrechenbarkeit der Schuld. Art. 88 MWSTG: 60 Tage sind keine Frist, sondern Beginn des Vergütungszinses. Rückwirkender Verzicht: Rechnungen ab 01.01.2026 berechtigen zum Vorsteuerabzug; Datierung nach ESTV-Bestätigung ist Vorsicht, nicht Pflicht. Weg B2: Urbanstreet hielte 32,5 %, nicht 36,5 %. Anhang: HR-Nummer in Ziffer 1, Baubewilligung in Ziffer 15, Fälligkeit Kaufpreis in Ziffer 8 präzisiert.Sieben Rechtsaussagen präzisiert, bevor Notariat, Revisor oder ESTV sie korrigieren.